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Korruptionsverdacht: BER-Technikchef wurde offenbar kaum kontrolliert

Jochen Großmann steht unter Korruptionsverdacht, dem Hauptstadtflughafen droht der nächste Skandal. Nach SPIEGEL-Informationen konnte der BER-Technikchef nahezu unkontrolliert Aufträge vergeben - auch als er noch lediglich Berater war.

Beurlaubter Technikchef Großmann: Bereits 2013 gab es Warnungen Zur Großansicht
DPA

Beurlaubter Technikchef Großmann: Bereits 2013 gab es Warnungen

Hamburg - Die Korruptionsaffäre beim Berliner Airport BER offenbart nach Informationen des SPIEGEL erhebliche Mängel bei der Vergabe von Planungsaufträgen der Flughafengesellschaft. So konnte offenbar der inzwischen wegen Korruptionsverdachts suspendierte Technikchef Jochen Großmann bereits in der Zeit, als er nur als Berater am BER tätig war, nahezu unkontrolliert lukrative Aufträge zur Umplanung der zentralen Entrauchungsanlage des Terminals auslösen und verteilen. Den Zuschlag erhielten Unternehmen, mit denen Großmanns Dresdner Unternehmensgruppe Gicon langjährige Geschäftsbeziehungen pflegt.

Konkret werfen die Ermittler Großmann vor, bei einer Auftragsvergabe an den niederländischen Planungskonzern Arcadis 500.000 Euro Schmiergeld gefordert zu haben. Großmann wollte sich unter Hinweis auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht zu den Vorwürfen äußern. Interne Unterlagen der Flughafengesellschaft legen zudem den Verdacht nahe, dass auch andere Vergabeverfahren Ungereimtheiten aufwiesen, die Flughafenchef Hartmut Mehdorn seit Herbst vorigen Jahres bekannt waren. So hatte die Arbeitsgemeinschaft Transparenz in vertraulichen Quartalsberichten bereits 2013 eine Reihe von Verstößen moniert.

Unter anderem sollen Aufträge in Höhe von 2,7 Millionen Euro freihändig vergeben worden sein, obwohl sie europaweit hätten ausgeschrieben werden müssen. Zudem seien mehrere Vergabe-Verfahren nur unzureichend dokumentiert worden. Anschlussaufträge seien als Nachträge deklariert worden. Ein Flughafensprecher bestreitet das; der Arbeitsgemeinschaft hätten für die Bewertung "maßgebliche Unterlagen nicht vorgelegen".

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1. Vertrauen
karend 01.06.2014
Zitat von sysopDPAJochen Großmann steht unter Korruptionsverdacht, dem Hauptstadtflughafen droht der nächste Skandal. Nach SPIEGEL-Informationen konnte der BER-Technikchef nahezu unkontrolliert Aufträge vergeben - auch als er noch lediglich Berater war. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/flughafen-ber-ermittler-finden-grosse-maengel-bei-auftragsvergabe-a-972731.html
Vertrauen zu haben, ehrt die Person sicherlich. Dass dieses jedoch missbraucht werden kann, sollte jedem klar sein. Dafür wird überall zu oft in die Kassen gegriffen. Da das Geld ja nur von den Steuerzahlern, muss die Geldverwendung nicht so genau überwacht werden...
2. Herr Wowereit
urdemokrat 01.06.2014
wird sicher wieder der Schuldige sein. Wann begreift der Bürger endlich, dass die gesamten Eliten zum Teil aufgeblasene Hanswürste sind, deren oberstes Ziel ist. den Staat richtig auszunehmen. Ich, jedenfalls möchte nicht Aufsichtsvorsitzender sein und für eine solche Gurkentruppe meinen Kopf hinhalten.
3. Unsere Ingenieure
tillion 01.06.2014
sind doch heute gar nicht mehr in der Lage solche Großprojekte zu stemmen. Ihre Ausbildung beschränkte sich auf die Berechnung der Anströmung von Windmühlen oder die Verdrahtung von Solarzellen. Wird das Projekt dann noch durch rote Politamateure beaufsichtigt, kann nur dieses Furunkel Hauptstadt Flughafen entstehen. Herr Mehdorn ist hier nur ein Politlakai, ohne sich für diese Aufgabe in der Vergangenheit qualifiziert zu haben.
4. BER-Technikchef wurde offenbar kaum kontrolliert
waswuerdeflassbecksagen 01.06.2014
Ich verstehe es nicht, diese Skandalisierung, das ist Politik a la Wowereit / Berlin - nichts kontrollieren, nichts machen, wenn etwas passiert - "Wir haben doch nichts gemacht" - und wenn Berlin pleite gehen sollte, der Bund wird es schon richten, die Berlin-Zulage lässt grüßen, dieses Politikerpotential Wowereit, Henkel, Lux und wer sonst noch, was will man da erwarten, Lux sagt, dass er Henkel die Leitung des Innensenat nicht zutraut, ist aber gleichzeitig Dozent an der Hochschule, wo Polizisten ausgebildet, dieses ganzes Bundesland ist ein großer Witz, lächerlich! Bei der nächsten Wahl "Piraten" 40%!
5. Wenn es um Steuergelder geht wird immer keiner
mischpot 01.06.2014
kontrolliert sondern immer nur ausgegeben. Da reichen die dümmsten Begründungen um sich zu bereichern. Und eine Haftung ist zweckmäßigerweise ausgeschlossen selbst wenn es um Milliarden geht. Warum denkt man in diesem Land eigentlich das es sich um eine Demokratie handelt, habe ich nie verstanden.
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