Pannenflughafen Regierungsterminal am BER kommt erst 2022

Das neue Regierungsterminal am Flughafen Berlin-Brandenburg wird für normale Passagiere gebraucht. Für Staatsgäste heißt das: Der Weg in die deutsche Hauptstadt wird über Jahre durch ein Provisorium führen.

Geplantes Regierungsterminal (Computersimulation): Fünf Jahre Interimsstandort auf dem Schönefelder Gelände
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Geplantes Regierungsterminal (Computersimulation): Fünf Jahre Interimsstandort auf dem Schönefelder Gelände


Staatsgäste werden am künftigen Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) frühestens 2022 im neuen Regierungsterminal empfangen - elf Jahre später als ursprünglich geplant. Das geht aus dem aktuellen Zeitplan der Betreiber hervor. Sie gehen nach mehreren Verschiebungen von einem Start des Großflughafens im zweiten Halbjahr 2017 aus.

"Rund fünf Jahre nach der BER-Inbetriebnahme soll der Regierungsflughafen an seinem geplanten Platz seinen Betrieb aufnehmen", teilte die Flughafengesellschaft mit. Bis dahin braucht das Unternehmen den vorgesehenen Standort selbst.

Denn der Protokollbereich soll vor dem bisherigen Schönefelder Flughafengebäude entstehen. Anders als ursprünglich geplant, soll dieses nicht schließen, wenn der neue Airport 2017 in Betrieb geht. "Wir werden den alten Flughafen Schönefeld bis circa fünf Jahre über die BER-Eröffnung hinaus nutzen", heißt es.

Hintergrund ist, dass die Passagierzahlen in Berlin stärker steigen als gedacht. Der neue Hauptstadtflughafen ist mit seiner jährlichen Kapazität von 27 Millionen Passagieren schon jetzt zu klein. Bis der Neubau erweitert ist, soll ein Teil der Fluggäste das benachbarte alte Terminal nutzen.

Für den politisch-parlamentarischen Flugbetrieb soll es in dieser Zeit auf dem Schönefelder Gelände einen Interimsstandort geben. Dieser ist bisher in Tegel untergebracht, dort kann aber nicht mehr lange geflogen werden - denn der Flughafen schließt nach aktueller Planung spätestens Anfang 2018.

Die Kosten für den neuen Hauptstadtflughafen belaufen sich derzeit auf 5,34 Milliarden Euro. Für Erweiterungen und Kreditzinsen kommen 1,1 Milliarde Euro hinzu, wie die Flughafengesellschaft in ihrem neuen Sachstandsbericht mitteilt.

kpa/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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FrederikMore 13.07.2015
1. 2022
Ne, echt jetzt? Dann kommt der BER schon 2021? Wow!
sikasuu 13.07.2015
2. Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017?
Schönefeld bleibt auf? . Weiss das die Genehmigungsbehörde denn schon? Soweit ich mich erinnern kann gibt es da Auflagen, das Schönefeld geschlossen wird wenn BER aufmacht. . Zweiter Halbjahr 2017.. :-))... na denn, viel Glück. Ein Jack-Pot im Lotto ist mMn. wahrscheinlicher:-))
cymax07 13.07.2015
3. Verraten und verkauft
Der Flughafen Schönefeld ist am falschen Ort gebaut worden, ohne dass die Öffentlichkeit informiert wurde, aber dank sei GOOGLE-Maps wird jetzt alles richtig gestellt!!!! Dass uns aber die Regierenden jahrelang falsch informierten ist doch der eigentliche Skandal https://www.google.de/maps/@52.5482593,13.2050803,17z?hl=de
humpalumpa 13.07.2015
4.
Ein bitte was? Wir haben diversen EU-Ländern gerade ihre Schulden zu zahlen, pumpen Milliarden an Entwicklungshilfe gen Afrika, während wir selbige Bevölkerung hier aufnehmen und finanzieren, unser Bildungssystem sowie unser Kinderbetreuungssytem pfeift aus dem letzten Loch, weil ja nix da ist und die hauen mein erarbeitetes Geld allenernstes für einen eigenen Terminal für diese Politkasper raus? Wahrscheinlich in Form des Elfenbeinturms. Ich Fass es nicht! Ich fang an, jeden Steuerhinterzieher echt zu verstehen.
Hajojunge 13.07.2015
5. Warum die Staatsgäste weit weg am A... der Welt empfangen?
Und dann noch umständlich und zeitaufwendig durch die Stadt karren? Es gibt doch TXL. Von dort aus ist es ein Katzensprung bis zum Regierungsviertel. Also wo ist das Problem, wenn man ohnhin nicht umhin können wird, TXL noch einige Jahrzehnte offenzuhalten, denn BER ist schon heute, also 5...8 Jahre vor seiner evtl. Eröffnung, hoffnungslos unterdimensioniert.
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