Tarifkonflikt mit Sicherheitspersonal Ver.di will am Dienstag Frankfurter Flughafen bestreiken

Mehr als 600 Flüge waren zuletzt wegen Warnstreiks des Sicherheitspersonals an verschiedenen Flughäfen ausgefallen. Jetzt will die Gewerkschaft Ver.di auch Deutschlands größten Airport bestreiken.

Streikende am Flughafen Köln-Bonn
DPA

Streikende am Flughafen Köln-Bonn


Am Flughafen Frankfurt wird das Sicherheitspersonal am kommenden Dienstag die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Ver.di rief die Sicherheitsleute im laufenden Tarifkonflikt für die Zeit von 2.00 bis 20.00 Uhr zu einem Warnstreik auf, teilte ein Sprecher mit. Warnstreiks an weiteren deutschen Flughäfen seien nicht ausgeschlossen.

Verdi fordert für das Sicherheitspersonal bundesweit eine Erhöhung des Stundenlohns auf 20 Euro. Bislang liegt der Bruttolohn laut Gewerkschaft nach dem regionalen Tarifvertrag beispielsweise in Berlin bei etwa 17 Euro pro Stunde.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen bislang als zu hoch ab, sie bieten derzeit zwischen zwei und 6,4 Prozent Erhöhung pro Jahr. Vier Tarifrunden waren bislang ergebnislos geblieben.

Erst am Donnerstag waren wegen des Tarifkonflikts an den drei Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart mehr als 600 Flüge gestrichen worden, Zehntausende Passagiere saßen fest. Am Montag hatte dann das Sicherheitspersonal an den beiden Berliner Flughäfen die Arbeit niedergelegt.

Der erneute Streikaufruf sei notwendig geworden, weil der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nicht auf das "starke Signal" der Beschäftigten an den bestreikten Flughäfen reagiert habe, erklärte Ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher.

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fek/dpa/AFP



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