Tokio - Seit der Atomkatastrophe von Fukushima ist die Zukunft des japanischen Kraftwerksbetreibers Tepco ungewiss. Durch die Stabilisierung der Unglücksreaktoren, Entschädigungszahlungen und gesunkene Stromverkäufe entstehen dem Unternehmen Milliardenverluste. Der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge liegen die anstehenden Schadenersatzzahlungen bei umgerechnet 52 Milliarden Dollar.
Nun überwacht eine Regierungskommission die Restrukturierung von Tepco - und fordert offenbar einen deutlichen Stellenabbau. Rund 7400 Jobs solle Tepco bis März 2014 abbauen, meldete die Zeitung "Yomiuri" am Mittwoch. Das seien 14 Prozent der jetzigen Belegschaft in Vollzeit. Zugleich werde von Tepco verlangt, 600 Milliarden Yen (umgerechnet 5,7 Milliarden Euro) durch Anteilsverkäufe und gekürzte Rentenzahlungen aufzubringen. Nach Informationen der Zeitung soll der Restrukturierungsplan am 3. Oktober veröffentlicht werden.
Um die drohende Insolvenz abzuwenden, muss Tepco zudem laut der Wirtschaftszeitung "Nikkei" seine Anlagen wieder hochfahren oder die Strompreise erhöhen. Das Blatt beruft sich auf Berechnungen der Regierungskommission. Seit dem Atomunfall ist bisher keines der japanischen Atomkraftwerke wieder in Betrieb gegangen.
dab/Reuters
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