Fondsgesellschaft Kaldemorgen gibt Chefposten bei DWS auf

Er ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Finanzbranche: Klaus Kaldemorgen hört als Vorstandssprecher der Fondsgesellschaft DWS auf - und wird sich künftig um die Entwicklung neuer Produkte kümmern. Sein Nachfolger steht bereits fest. 

DWS-Vorstandssprecher Kaldemorgen: Freiwilliger Abschied aus der Führungsriege
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DWS-Vorstandssprecher Kaldemorgen: Freiwilliger Abschied aus der Führungsriege


Frankfurt am Main - Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS startet mit einer neuen Führungsriege ins Jahr 2011: Nach vier Jahren an der Spitze der Geschäftsführung übergibt Klaus Kaldemorgen zum 1. Januar "auf eigenen Wunsch" das Amt an Wolfgang Matis. Das gab die DWS am Mittwoch bekannt. Der Investmentbanker Matis kommt von der DWS-Mutter Deutsche Bank. Damit ist die Fondsgesellschaft, über deren Abspaltung in der Vergangenheit häufig spekuliert wurde, in Zukunft noch enger an die Deutsche Bank angebunden.

"Klaus Kaldemorgen hat mich gebeten, ihn von seinen Managementaufgaben zu entbinden, um all seine Zeit seiner Leidenschaft, Geld zu verwalten, widmen zu können", sagte Kevin Parker, der bei der Deutschen Bank für die Vermögensverwaltung zuständig ist. Kaldemorgen ist seit 1982 als Fondsmanager bei der DWS und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Branche. Er hatte zuletzt nicht nur den Chefposten bekleidet, sondern auch das internationale Aktienfondsgeschäft geleitet. Unter Matis sollen diese Aufgaben neu verteilt werden. Kaldemorgen soll sich künftig um die Entwicklung neuer Produkte bei der DWS kümmern.

Mit einem verwalteten Vermögen von 274 Milliarden Euro zählt die DWS heute nach eigenen Angaben zu den zehn größten Fondsanbietern der Welt. Die Führungsstruktur müsse deshalb der Größe der DWS gerecht werden, sagte Parker. Herausforderungen gibt es für die DWS einige: So konnte sich die Gesellschaft zuletzt zwar über starke Geldzuflüsse in Aktienfonds freuen, klagte zugleich aber über Abflüsse aus Renten- und Geldmarktfonds.

wit/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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lbm1958, 29.12.2010
1. wieder Einer mehr
Genauer als alle Prognosen von Instituten und sogenannten Wirtschaftsweisen ist die kommende Lage am ausscheiden relevanter Personen aus Politik und Wirtschaft zu erkennen.Die "Klugen" trennen sich von Ihren Aktien und Anleihen und bringen sich und die Ihren in Sicherheit. 2011 wird nicht das Jubeljahr mit dem Boom, sondern sehr hart und entbehrungsreich.
CHANGE-WECHSEL 30.12.2010
2. kenne ich nicht!
Zitat von sysopEr ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Finanzbranche: Klaus Kaldemorgen hört als Vorstandssprecher der Fondsgesellschaft DWS auf - und wird sich künftig um die Entwicklung neuer Produkte kümmern. Sein Nachfolger steht bereits fest.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737041,00.html
Wer verflixt nochmal ist Kaldemorgen? Muss man die Leute aus der selbsternannten elitären Sklavenhalter-Clique kennen!
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