Sportartikel Foot Locker übernimmt Runners Point

Ob Laufen, Joggen, oder Rennen - als Sportschuhspezialist hat sich Runners Point in Deutschland einen Namen gemacht. Nun geht die Sportartikelkette aus Recklinghausen für 72 Millionen Euro an Foot Locker.


Hannover/Recklinghausen - Der US-Einzelhändler Foot Locker will die Sportartikelkette Runners Point übernehmen. Das teilte am Mittwoch der größte Anteilseigner des Recklinghäuser Einzelhändlers, die Hannover Finanz, mit. Eine entsprechende Vereinbarung hätten die bisherigen Gesellschafter und Foot Locker Europe unterzeichnet. Stimmt das Kartellamt zu, will das US-Unternehmen den deutschen Einzelhändler zu 100 Prozent übernehmen.

Die Amerikaner zahlen nach eigenen Angaben 72 Millionen Euro für die Kette mit mehr als 200 Filialen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz.

Runners Point hatte seit 2005 dem Mittelstandsinvestor Hannover Finanz gehört, der seine 75-Prozent-Beteiligung im vergangenen Jahr zum Verkauf gestellt hatte. Die Vorstände Otto Hurler und Harald Wittig hatten das Unternehmen aus Recklinghausen mit Hilfe von Hannover Finanz aus dem Handelskonzern KarstadtQuelle herausgekauft. Seither hat Runners Point den Umsatz mehr als verdoppelt, 2012 lag er bei 197 Millionen Euro. Hurler und Wittig geben ihren Anteil von 25 Prozent ebenfalls an Foot Locker ab, bleiben aber an Bord.

Runners Point betreibt die meisten Läden selbst, 28 gehören Franchise-Nehmern. Foot Locker ist in 23 Ländern mit mehr als 3000 Sportgeschäften vertreten. Hannover Finanz verwaltet rund 650 Millionen Euro, mit denen junge Unternehmen finanziert werden und solche, deren Eigentümer einen Nachfolger suchen. Zurzeit sind es 48 Beteiligungen. Das Geld dafür kommt unter anderem von mehreren Versicherungskonzernen, größter Anteilseigner ist die Hannover Rück.

sun/dpa/Reuters



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