Autobauer in der Krise Ford wechselt Unternehmensführung aus 

Tesla, Uber und Co. machen den Urgesteinen der Autoindustrie schwer zu schaffen. Ford hat dem bisher wenig entgegenzusetzen. Unternehmenschef Mark Fields muss dafür nun die Verantwortung übernehmen.

Mark Fields
Ford

Mark Fields


Ford-Chef Mark Fields muss den Spitzenposten beim zweitgrößten US-Autohersteller räumen. Nachfolger wird Jim Hackett, der bislang für die Entwicklung von Zukunftstechnologien wie selbstfahrenden Autos zuständig ist.

Das teilte der Konzern in Michigan mit. Fields, der den Automobilhersteller nur drei Jahre lang gesteuert hatte, geht den Angaben zufolge in den Ruhestand.

Das Ford-Management steht wegen der schwachen Entwicklung des Aktienkurses unter Druck. Dieser war während Fields Amtszeit um fast 40 Prozent gesunken. Zudem soll es Spannungen innerhalb der Konzernführung geben. Im Kampf um Innovationen geraten die etablierten Branchengrößen wie Ford und General Motors (GM) zunehmend gegenüber Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley ins Hintertreffen.

Mittlerweile hat der Elektroautobauer Tesla die Großkonzerne trotz seines insgesamt minimalen Marktanteils beim Börsenwert überholt. Auch der Fahrdienst-Vermittler Uber, der noch gar nicht an der Börse gelistet ist, wird von Investoren deutlich höher bewertet als die Urgesteine der US-Autoindustrie. Beim letzten Aktionärstreffen von Ford musste sich das Management deutliche Kritik anhören.

ssu/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
vitalik 22.05.2017
1.
Was ist das schon wieder für ein Teaser? Was hat Uber nun mit Frod zu tun? Ah, der voraussichtliche Aktienwert von Uber ist höher als bei Ford, aber sonst? Warum hat man als Vergleich nicht Apple genommen? Arbeitet der Konzern doch auch an Selbstfahrenden Autos und genauso wie Uber produziert, weder Uber noch Apple eigene Fahrzeuge.
spontanistin 22.05.2017
2. Manche Investoren brauchen halt ...
... schnelle Spekulationsgewinne oder Superdividenden. Interessanter wäre doch zu erfahren, warum Ford seine Ziele verfehlt und wo und warum die alten Rivalen besser (?) abschneiden.
bessernachgedacht 22.05.2017
3. Heisse Luft
Ich bin gespannt, wann diese Tesla Blase platzt. Hoffentlich ganz bald mal. Eine Jüngerschaft rennt ihrem Guru hinterher. Sowas gab's schon immer. Die Fakten sprechen gegen diese E-Kisten. Miese Qualität und Reichweite nur dann, wenn man mit 110 über die Autobahn schleicht. Oder hat jemand schon mal einen Tesla mit 160 oder gar 200 auf der dritten Spur gesehen? Aber die treue Jüngerschaft glaubt ernsthaft, die deutschen Autobauer pennen. Nein. Es macht nur überhaupt noch keinen Sinn, solche unausgereiften Nieschenprodukte überteuert und zudem verlustbringend auf den Markt zu schmeißen. Es ist schon traurig, wie blind den kurzfristigen Kurssprüngen und Rattenfängerversprechungen hinterher gerannt wird. Dass es bei Ford echte Probleme gibt, ist sicher hausgemacht, und ein F150 passt nicht mehr in die Zeit, zumindest aus unserer Sicht. Aber die besseren Autos haben schon immer die Deutschen gebaut. Daran wird auch ein übergroßer Touchscreen und ein billiger E-Antrieb nichts ändern.
spon-facebook-10000523851 22.05.2017
4. Lustig !
US Werbung: " Ford, die meist verkaufte Marke der USA" Nachrichten: " Ford entlaesst 10,000 Mitarbeiter / Arbeiter". Na watt denn nu ?.
spon-facebook-10000523851 22.05.2017
5. Bin mal gespannt,
welche Abfindung der gute Mann kriegt. Sicher wieder, wie in den Etagen ueblich, genug um in Pension zu gehen.
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