Sparprogramm Ford streicht Hunderte Arbeitsplätze in Europa

Ford will in Europa spürbar sparen. Der Autobauer hat angekündigt, die Kosten um 200 Millionen Dollar pro Jahr zu senken. Auch Hunderte Stellen sollen wegfallen.

Montage in Kölner Ford-Werk: "Schlankeres und effizienteres Unternehmen"
AP

Montage in Kölner Ford-Werk: "Schlankeres und effizienteres Unternehmen"


Ford ist auch in Europa wieder profitabel - trotzdem legt der Autobauer ein neues Sparprogramm auf. Die Kosten in Verwaltung und Vertrieb sollen um 200 Millionen Dollar im Jahr gesenkt werden, teilte Ford mit. Das umfasse auch den Abbau von Arbeitsplätzen. Allerdings soll das Personal nicht durch Entlassungen, sondern durch ein freiwilliges Abfindungsprogramm verringert werden.

Ford-Europa-Chef Jim Farley sagte, er rechne damit, dass "Hunderte" Beschäftigte das Angebot annehmen werden. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. "Wir schaffen ein weitaus schlankeres und effizienteres Unternehmen", sagte Farley.

Begleitet werden die Einsparungen von einer Modelloffensive vor allem bei SUV und sogenannten Crossover-Fahrzeugen, die verschiedene Karosserievarianten kombinieren. Allein in diesem Bereich sollen in den nächsten Jahren fünf neue Modelle auf den Markt gebracht werden. Zudem soll die Premium-Linie Vignale, mit der Ford Chart zeigen den Oberklasseherstellern BMW Chart zeigen, Daimler Chart zeigen und Audi Chart zeigen Konkurrenz machen will, erweitert werden. Bis 2017 sollen mindestens fünf Fahrzeuge dieser Modellbezeichnung mit einer höherwertigeren Ausstattung auf die Straßen kommen.

Ford hat bereits in den vergangenen Jahren die Kosten in Europa gesenkt. Insgesamt drei Werke wurden geschlossen, davon zwei in Großbritannien und eines in Belgien. Auch in Deutschland hatte sich der Konzern mit den Gewerkschaften auf Einsparungen geeinigt. 2015 gelang Ford in Europa nach drei verlustreichen Jahren die Rückkehr zur Profitabilität. Der Vorsteuergewinn betrug im vergangenen Jahr 259 Millionen Dollar.

fdi/Reuters

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