Autoindustrie Ford will mehr als 5000 Arbeitsplätze abbauen

Das Europageschäft von Ford steckt tief in den Verlusten. Das hat Konsequenzen für die deutschen Werke: Tausende Stellen des US-Konzerns sollen wegfallen.

Ford-Fabrik in Köln
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ford-Fabrik in Köln


Der Autobauer Ford beschäftigt in Deutschland mehr als 24.000 Menschen - knapp 18.000 in Köln, 6000 in Saarlouis und rund 200 in Aachen. Nun will er mehr als 5000 dieser Arbeitsplätze abbauen.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte mit Berufung auf ein Schreiben der Geschäftsleitung von den Stellenstreichungen berichtet. Dem Schreiben zufolge sollen dadurch mindestens 500 Millionen Dollar eingespart werden. Ford wolle betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und die Stellen über Abfindungen für Beschäftigte bis 49 Jahren und Frühverrentungen von Mitarbeitern über 50 Jahren abbauen.

Ford hatte bereits Anfang Januar angekündigt, sein Europageschäft umzubauen und Tausende Stellen in Europa zu streichen. Dazu gehörte auch, unprofitable Modelle einzustellen. Ziel der Stellenstreichungen sei, in Europa schnellstmöglich wieder zu einem profitablen Geschäft zurückzukehren, teilte ein Ford-Sprecher mit.

Der Marktanteil des US-Konzerns sinkt in Europa seit Jahren - von rund elf Prozent im Jahr 2006 auf 6,4 Prozent 2018.

mal/AFP/dpa



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