Formel-1-Affäre: Finanzinvestor verklagt Ecclestone und BayernLB

Bernie Ecclestone bekommt es wegen Mauschelei-Vorwürfen beim Verkauf der Formel-1-Anteile mit einer weiteren Klage zu tun. Der US-Finanzinvestor Bluewaters fordert insgesamt 650 Millionen Dollar. Zahlen soll nicht nur der Rennserien-Chef, sondern auch die BayernLB.

Bernie Ecclestone: Weitere Millionen-Forderung gegen den Rennsport-Mogul Zur Großansicht
DPA

Bernie Ecclestone: Weitere Millionen-Forderung gegen den Rennsport-Mogul

London - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat eine weitere Schadensersatzklage am Hals. Der US-Finanzinvestor Bluewaters verlangt insgesamt 650 Millionen Dollar. Beschuldigte sind laut Klageschrift neben Ecclestone auch der Finanzinvestor CVC sowie die BayernLB. Die Landesbank wiederum will selbst 400 Millionen Dollar Schadensersatz von Ecclestone bekommen.

Alle Klagen drehen sich um den umstrittenen Verkauf der lukrativen Rennsportserie vor sieben Jahren. Bluewaters war damals leer ausgegangen. Der Finanzinvestor wirft Ecclestone vor, den Verkauf der damaligen Formel-1-Anteile der BayernLB an den britischen Finanzinvestor CVC nur deshalb eingefädelt zu haben, um die Geschicke der Rennserie weiter selbst bestimmen zu können.

Bluewaters war nach eigenen Angaben damals bereit, jeden anderen Bieter mit einer höheren Offerte auszustechen. Weil trotzdem CVC den Zuschlag bekam, seien Bluewaters erhebliche Gewinne entgangen, argumentiert die Investmentfirma nun.

Die BayernLB und CVC wollten sich zur Bluewaters-Klage nicht äußern. Ecclestone wies die Anschuldigungen zurück. "Ich konnte gar nicht involviert sein, denn ich hatte nichts zu verkaufen", sagte er. Bereits zu den Forderungen der BayernLB hatte sich der 82-Jährige betont gelassen geäußert. Die Landesbank macht geltend, dass sie ihren Formel-1-Anteil zu einem wesentlich höheren Preis hätte verkaufen können, wenn es nicht Geheimabsprachen zwischen Ecclestone und dem damaligen BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky gegeben hätte.

Die Landesbank hatte aus der Konkursmasse des Medienkonzerns Kirch eine 47-Prozent-Beteiligung an der Formel 1 bekommen. Gribkowsky hat gestanden, von Ecclestone 44 Millionen Euro an Bestechungsgeldern erhalten zu haben, und wurde daher im Juni zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

mmq/Reuters

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
RSS
alles zum Thema Formel-1-Affäre
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren
  • Zur Startseite