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Innovationsförderung: Deutsche Firmen investieren Rekordsumme in Forschung

Knapp 55 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im Jahr 2012 in die Forschung gesteckt - ein neuer Rekord. Vor allem zwei Branchen investieren massiv in ihre Zukunft.

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DPA

Investitionen: Deutsche Firmen mit Rekordausgaben für Forschung

Berlin - Die deutsche Industrie hat einer Studie zufolge ihre Forschungsausgaben deutlich erhöht. Das ergab eine Auswertung der Geschäftsberichte von 100 global agierenden deutschen Unternehmen durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die weltweiten Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) deutscher Firmen legten im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent zu. 52,45 Milliarden Euro gaben sie 2012 für F&E aus, das sind rund vier Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Dabei verfahren die Unternehmen in dieser Disziplin höchst unterschiedlich. Mehr als ein Drittel der Unternehmen verzeichnet zweistellige Steigerungsraten bei ihren Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Rund ein Fünftel allerdings wendet deutlich weniger Geld in diesem Bereich auf.

Die Autobranche fährt schon mal vor

Deutlich an der Spitze der Investitionsfreudigen stehen die Branchen Maschinenbau (plus 9,4%) und Automobile (9,2%). Letztere passt ihr Engagement vermutlich vor allem wegen des anstehenden Mobilitätswandels an. Neue Antriebskonzepte und steigender Innovationsdruck durch immer schärfere Abgasvorschriften treiben die Hersteller bei der Forschung voran.

Umso bezeichnender, dass die Branche der Energieversorger sich nicht ähnlich verhält. Angesichts der Energiewende würde man auch bei ihnen eine größere Investitionsbereitschaft im Bereich Forschung vermuten, doch das Gegenteil ist der Fall. Bereits 2011 reduzierten sie die Ausgaben um vier Prozent, 2012 lagen sie allenfalls im Durchschnitt.

Nach Angaben des Stifterverbands sind allein die Großkonzerne VW, Daimler, Bosch, Siemens und BMW für mehr als die Hälfte der F&E-Ausgaben der deutschen Wirtschaft verantwortlich. Die Innovationskraft der Firmen gilt als wesentliche Stütze der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands. Nach einer Untersuchung des Weltwirtschaftsforums ist die Bundesrepublik so wettbewerbsfähig wie noch nie.

mhe/dpa/Reuters

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insgesamt 26 Beiträge
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    Seite 1    
1. Ds wird die USA erfreuen...
denkdochmalmit 07.09.2013
Zitat von sysopDPAKnapp 55 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im Jahr 2012 in die Forschung gesteckt - ein neuer Rekord. Vor allem zwei Branchen investieren massiv in ihre Zukunft. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/forschung-und-entwicklung-deutsche-firmen-investieren-rekordsumme-a-920961.html
....den die ist ja Dank der NSA immer auf dem Laufenden was die Forschungsergebnisse anbelangt!
2. werksspionage
marccuse 07.09.2013
durch NSA und andere wird dadurch noch brisanter für die Wettbewerbsfähigkeit. Zeit, dass wir uns aus der CYBERGEISELHAFT befreien.
3. ... und immer schön verschlüsseln.
Rassek 07.09.2013
Ach so, taugt ja auch nix.... Da die Industrie ja auch bewacht wird, müssen da ja Heerscharen von Bombenbastlern sitzen. Die Überwachung dient ja nur der Bekämpfung derselben. Merkel nix merkt ! Schlaf weiter Michel, Mutti singt ihr Schlaflied und Alles wird gut. Nein, ist es ja schon.
4. Energiebranche
angestellter159 07.09.2013
was soll denn von den Energiekonzernen geforscht werden ? Solaranlagen und Windkraft ist low-tech.
5. Wen wundert's
olaxel 07.09.2013
dass sie Energiekonzerne sich nicht sonderlich für die Zukunft interessieren. Sie machen Profit, und wenn am Ende riesige Investitionen für unsere Grundversorgung nötig werden, dann wird der Steuerzahler/Verbraucher wieder brav zahlen. Die Konzerne haben Deutschland unter sich aufgeteilt. Das sind die Konsequenzen der Privatisierung.
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