Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Elektronikkonzern: Foxconn übernimmt Sharp

Sharp-Werbung in Tokio Zur Großansicht
REUTERS

Sharp-Werbung in Tokio

Der Apple-Zulieferer Foxconn kann den japanischen Elektronikkonzern Sharp nun doch kaufen - für umgerechnet rund drei Milliarden Euro. Sharp stimmte dem deutlich niedrigeren Angebot zu.

Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat einem reduzierten Übernahmeangebot des Apple-Zulieferers Foxconn zugestimmt. Das beschloss der Vorstand von Sharp. Auch der Vorstand von Foxconn habe sich für den Deal entschieden.

Es ist bereits der zweite Anlauf für die Übernahme: Bereits Ende Februar hatte Sharp dem Kauf zugestimmt. Doch wenige Stunden danach verwies Foxconn auf neu entdeckte finanzielle Risiken und stoppte den Deal. Daraufhin reduzierte der Konzern das Angebot von 489 Milliarden Yen auf nun 388 Milliarden Yen, umgerechnet rund drei Milliarden Euro.

Es wäre die größte Übernahme eines japanischen Elektronikkonzerns durch ein ausländisches Unternehmen. Sharp war ein Pionier bei flachen LCD-Bildschirmen, geriet in den vergangenen Jahren jedoch durch koreanische und chinesische Konkurrenz bei Bildschirmen für Fernseher und Smartphones massiv unter Druck. Nach hohen Verlusten stand zeitweise sogar der Fortbestand des Unternehmens infrage.

Foxconn und Sharp pflegen seit Jahren gute Kontakte und betreiben gemeinsam ein Werk in Japan. Bei einem Zusammenschluss ergäben sich vor allem für das LCD-Geschäft von Sharp neue Vertriebskanäle. Foxconn produziert unter anderem iPhones für Apple und Fernseher für Sony Chart zeigen.

kpa/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Foxconn vom Mond
fernossi 30.03.2016
Wie schafft es SPON, einen Artikel zu schreiben, der die Übernahme eines großen japanischen Konzerns durch ein ausländisches Unternehmen thematisiert ( fürwahr ein außergewöhnliches Vorkommnis, ohne zu erwähnen, aus welchem Land Foxconn kommt? Anstelle der Nationalität liest man "Apple-Zulieferer"....
2. Mal wieder der Beweis,
Referendumm 30.03.2016
dass auch japanische Manager ehemals führende Firmen ganz gut voll gegen die Wand fahren können. Sharp hatte mal Innovationen vorzuweisen, die wirklich absolut führend waren. Muss #1 fernossi recht geben. Nicht jeder Leser weiß, dass Foxconn selber ein chinesisches Unternehmen ist. Also wird nicht nur Deutschland gerne von chinesischen Firmen aufgekauft, sondern auch japanische Firmen. Das lässt ja beinahe hoffen ... wenn das alles nicht so traurig wäre ...
3. ups
Referendumm 30.03.2016
meinte selbstverständlich Foxconn - Taipeh, Taiwan ;)
4. So funktioniert Marktwirtschaft
thequickeningishappening 30.03.2016
"Dog eat Dog". Fiat Geld fuer Hard Ware! Bang! Bitte noch den Stand der chinesichen Dollarreseserven anzeigen! I love China!
5. Die Überschriften sind beim SpOn immer prägnant
geroelleimer 30.03.2016
Im Text stellt man dann fest, es wimmelt von Konjunktiven. Wäre mal schön wenn das Huhn erst gackert, wenn das Ei tatsächlich gelegt ist. Aber zurück zum Thema. Die Übernahme würde Sinn machen, schon wegen dem noch wohlklingenden Namen Sharp.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: