Frankfurter Flughafen Haftstrafen wegen Millionen-Schmiergeldern

Im Prozess um millionenschwere Schmiergeldzahlungen bei der Grundstücksvergabe am Frankfurter Flughafen ist das Urteil gefällt: Gegen die Angeklagten wurden bis zu dreijährige Haftstrafen verhängt.


Wegen millionenschwerer Schmiergeldzahlungen beim Ausbau des Frankfurter Flughafens hat das Landgericht Frankfurt vier Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt.

  • Der Immobilieninvestor Ardi Goldman muss wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis, wie das Gericht am Dienstag entschied.
  • Ein Makler wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.
  • Jeweils zwei Jahre auf Bewährung bekamen der Projektentwickler Jürgen Harder und ein weiterer Angeklagter.

Für die bevorzugte Vergabe von Erbbaurechten in der "Cargo City Süd" sollen rund sechs Millionen Euro Schmiergelder versprochen worden, wenn auch nicht komplett geflossen sein.

Der mutmaßliche Haupttäter und Empfänger des Schmiergelds, ein ehemaliger Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport, war Ende September bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihm war vorgeworfen worden, von 2006 an in enger Kooperation mit dem nun verurteilten Makler lukrative Erbpachtgrundstücke in der "Cargo City Süd" gegen Schmiergeld freihändig vergeben zu haben.

ssu/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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heavenstown 24.11.2015
1. Haftstrafen?
Vermutlich auf Bewährung? Dann tut es nicht weh..., und was ist mit dem entstandenen Schaden bzw. dem Schmiergeld? Muss das zurückgezahlt werden oder verbleibt es bei den Angeklagte bzw. den Empfängern?
amdorf 24.11.2015
2. Verständnislos
Ich kenne das deutsche Strafgesetzbuch nicht, aber gerade bei Verbrechen mit Millionenschäden, Mord und Totschlag, werden die Täter mit Samthandschuhen angefasst und sehr milde bestraft. Hat jemand eine kleine Straftat begangen, gibt es drakonische Strafen wie im Mittelalter. Wo bleibt da die Verhältnismässigkeit?
ffmfrankfurt 24.11.2015
3.
Für den Angeklagten Goldmann, freut mich Das sehr. Leider eine furchtbare Person, die hier in Frankfurt viel Unruhe gestiftet hat, einige gute Ideen hatte, aber immer glaubte einen Sonderstatus zu haben. Leider ein Wichtigtuer dem es nur darum ging, sich in der Aufmerksamkeit zu suhlen. Und das schöne: bei der Haftstrafe ist keine Bewährung mehr möglich.
riderman2.0 24.11.2015
4. Hoffentlich -
ist der VIP - Bereich der JVA rechtzeitig zum Einzug fertig für die Herren, sind ja schließlich keine Ganoven aus der breiten Öffentlichkeit.
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