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Trotz Quotendebatte: Frauenanteil in deutschen Vorständen sinkt

Eine Frau unter vielen Männern: Keine Seltenheit in Vorständen Zur Großansicht
DPA

Eine Frau unter vielen Männern: Keine Seltenheit in Vorständen

Frauen erobern langsam die Macht? Von wegen: Trotz aller Gleichstellungsbemühungen sinkt ihr Anteil in deutschen Vorstandsetagen - auf nur noch 5,8 Prozent.

Berlin - Aller Debatten um Quote und Gleichstellung zum Trotz sind Frauen in deutschen Vorständen seltener vertreten. Das ergab eine Untersuchung des Vereins Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR). Danach sind aktuell nur 5,8 Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich. Vor einem Jahr hatte dieser Wert noch deutlich über sechs Prozent gelegen.

Laut dem aktuellen Women-on-Board-Index haben 31 der untersuchten 160 börsennotierten Unternehmen weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat eine Frau. Zu diesen "schwarzen Schafen" gehören unter anderem Puma Chart zeigen, Hochtief Chart zeigen und Sixt Chart zeigen.

"Bei einigen Unternehmen scheint die Botschaft noch nicht angekommen zu sein, dass ihre Reputation auf dem Spiel steht, wenn sie jetzt nicht für messbare Veränderungen sorgen", erklärte die FidAR-Präsidentin, Monika Schulz-Strelow.

Nur Anstieg in Aufsichtsräten - wegen der Pläne für eine Quote?

Insgesamt etwas besser sieht es in den Aufsichtsräten der untersuchten Unternehmen aus. Hier sind derzeit 18,9 Prozent der Posten mit Frauen besetzt. Vor drei Jahren waren es erst zehn Prozent.

Experten vermuten, dass dieser Anstieg auch auf die Debatte um die für Anfang 2016 geplante Einführung einer Frauenquote zurückgeführt werden kann. Nach Plänen von Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) sollen künftig 30 Prozent der Aufsichtsratsposten der größten deutschen Firmen weiblich besetzt sein.

Schwesig wird von Wirtschaftsverbänden für ihren Entwurf eines Gesetzes über "gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen" scharf kritisiert. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) meldeten zuletzt verfassungsrechtliche Bedenken gegen das Gesetzesvorhaben an. Die Verbände sind gegen eine feste Frauenquote.

Schwesig ist jedoch der Überzeugung, dass die Versuche der letzten Regierungskoalition von CDU und FDP, die Unternehmen mit Selbstverpflichtungen zu einer Erhöhung des Frauenanteils zu bewegen, gescheitert sind.

Deutschlands Aufsichtsrätinnen im Jahr 2013. Klicken Sie auf die Bilder, um mehr zu erfahren.

yes/dpa

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insgesamt 64 Beiträge
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1. Vielleicht...
fatherted98 09.10.2014
...ist es den Frauen auch einfach zu blöd sich in diesen "Kreisen" zu bewegen. Könnte ich gut verstehen..
2. Von der Leyen ist das perfekte Beispiel dafür....
tennislehrer 09.10.2014
....wenn man Poste nach der Quote vergibt anstatt nach der Fachkompetenz. Diese ewige jammerei nervt! Es wird schon seinen Grund haben, dass die Quote so ausschaut, aber Frauenfeidnlichkeit ist sicherlich nicht der Grund!
3.
mipez 09.10.2014
Gut zu wissen, dass der Verband nur oberflächliche Werte vertritt, also kann man den getrost ignorieren.
4. man macht es ihnen schwerer
willibobilli 09.10.2014
kann es sein, dass man es den kompetenten&qualifizierten frauen nur noch schwerer macht, da sie nun noch zusätzlich beweisen müssen, dass sie nicht nur wegen der quote im vorstand/aufsichtsrat sitzen?
5. Zum Glück
rsi 09.10.2014
Zum Glück sind Unternehmen mit hohem Frauenanteil in Führungspositionen bekanntlich erfolgreicher als andere (haben mehrere Studien ergeben). Es kann daher ja nur das untere Ende der im DAX aufgeführten Unternehmen betreffen. (z.B. guckdu hier: http://www.stern.de/wirtschaft/job/studie-von-ernstyoung-frauen-machen-firmen-erfolgreicher-1775302.html )
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