Frauen in Vorständen: Deutsche Top-Verdienerinnen arbeiten bei Siemens

Frauen im Vorstand großer Unternehmen verdienen ähnlich viel wie ihre männlichen Kollegen. Laut einem Magazinbericht fängt die Ungleichbehandlung erst im mittleren Management an. Spitzenreiterinnen beim Gehalt sind zwei weibliche Führungskräfte des Industriekonzerns Siemens.

Siemens-Frau Barbara Kux: Spitzenverdienerin in den Dax-Konzernen Zur Großansicht
DDP

Siemens-Frau Barbara Kux: Spitzenverdienerin in den Dax-Konzernen

München - Haben Frauen den Sprung in die Chefetage eines Konzerns erstmal geschafft, dann müssen sie keine finanziellen Nachteile mehr befürchten. Die wenigen Frauen in den Vorständen der deutschen Dax-Unternehmen jedenfalls bekommen ähnlich hohe Gehälter wie ihre männlichen Kollegen. Das berichtet das Magazin "Capital".

"Ob Mann oder Frau, im oberen Führungssegment wird bei den Gehältern nicht differenziert", sagte der Partner der Beratungsfirma HKP, Joachim Kayser, dem Blatt.

Spitzenreiterinnen waren 2011 die beiden Siemens Chart zeigen -Managerinnen Barbara Kux und Brigitte Ederer, die für ihre Arbeit im Vorstand des Münchner Elektrokonzerns insgesamt 3,9 beziehungsweise 3,8 Millionen Euro bekamen, wie die Auswertung des Geschäftsberichts ergab. Auch Daimler Chart zeigen -Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt kommt mit 2,76 Millionen Euro auf eine ähnlich hohe Summe wie ihre männlichen Kollegen.

Weitere Frauen in Vorständen von Dax-Konzernen sind zum Beispiel Margret Suckale vom Chemiekonzerns BASF Chart zeigen, die 1,8 Millionen Euro erhielt. E.on-Vorstandsfrau Regine Stachelhaus kam auf 1,78 Millionen Euro.

Im Juli soll Milagros Caiña-Andree als Personalvorstand beim Autobauer BMW anfangen. Sie wäre die zehnte Frau in den Vorständen der 30 Dax-Konzerne. Seit Monaten streitet die Politik über die Einführung einer gesetzlichen Quote für die Zahl von weiblichen Vorstandsmitgliedern.

Berater Kayser führt die zumindest finanzielle Gleichbehandlung auch darauf zurück, dass börsennotierte Unternehmen die Vorstandsbezüge veröffentlichen müssen. "Der Vorteil von Transparenz ist, dass Druck aufkommt", sagte Kayser. Unterhalb der Vorstände sei das anders. Frauen auf mittleren und unteren Führungsebenen verdienten rund ein Fünftel weniger als ihre Kollegen. Der Durchschnittsverdienst normaler Arbeitnehmerinnen liege oft sogar um 23 Prozent niedriger.

stk/dpa/dapd

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