Vermögensverwalter Friedrich Merz heuert bei Blackrock an

Friedrich Merz wird Aufsichtsratschef beim Deutschland-Ableger des Vermögensverwalters Blackrock. Das Unternehmen will vom Netzwerk des früheren CDU-Spitzenpolitikers profitieren.

CDU-Mann Friedrich Merz
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CDU-Mann Friedrich Merz


Als aktiver CDU-Politiker sorgte Friedrich Merz mit einem Steuerkonzept für den Bierdeckel für Aufsehen. Nun darf sich der Jurist mit Summen beschäftigen, die kaum noch auf Bierdeckel passen. Denn Merz wird Aufsichtsratschef der Deutschland-Tochter des US-Investmenthauses Blackrock.

Der 60-Jährige solle über die reine Aufsichtsfunktion hinaus "eine weiter gefasste Beraterrolle einnehmen, in der er die Beziehungen mit wesentlichen Kunden, Regulierern und Regulierungsbehörden in Deutschland für Blackrock fördern wird", teilte das Unternehmen mit. Es will also vom Netzwerk des CDU-Mannes profitieren.

Merz galt einst als Hoffnungsträger der CDU und war Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag. 2009 zog er sich weitgehend aus der Politik zurück. Er konzentrierte sich auf seine Tätigkeit als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Mayer Brown. Seit 2009 ist Merz auch Vorsitzender des Vereins Atlantik-Brücke, der die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA fördern will.

Blackrock ist mit 4,6 Billionen Dollar Einlagen der weltgrößte Vermögensverwalter, seine Fonds sind an nahezu allen Unternehmen im deutschen Leitindex Dax beteiligt.

mmq/Reuters

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