Fischfang Warmer Sommer sorgt für niedrige Krabbenpreise

Ein Krabbenbrötchen kostete an den Hamburger Landungsbrücken im vergangenen Jahr bis zu 11,50 Euro. Jetzt dürften die Preise drastisch fallen.

Frisches Krabbenbrötchen
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Frisches Krabbenbrötchen


Verbraucher können sich über sinkende Krabbenpreise freuen. Die Hauptfangsaison begann in diesem Jahr deutlich früher als üblich. Normalerweise sorgt eine neue Krabbengeneration erst ab Spätsommer für volle Netze. In diesem Jahr sei der Bestand vor der niederländischen Küste bereits im Juni gestiegen, wie der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer, Philipp Oberdörffer, sagte.

Dadurch sanken die Erzeugerpreise von zuletzt rund 8 Euro für ein Kilo Krabben auf rund 3,50 Euro. Die niedrigeren Preise kommen bei den Verbrauchern üblicherweise aber erst zeitlich versetzt an. Bei der Butjadinger Fischereigenossenschaft in Fedderwardersiel kostet ein Brötchen mit 100 Gramm Krabbenfleisch derzeit 6 Euro, vor zwei Wochen waren es noch 50 Cent mehr.

Die Nordseegarnele schwankt in ihrem Bestand sehr stark. In den vergangenen zwei Jahren lagen die Fangmengen nach Angaben von Oberdörffer insgesamt 40 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Schuld daran war vor allem der Wittling, der viele junge Garnelen gefressen hatte. Das hatte zum Teil zu sehr hohen Preisen für die Verbraucher geführt: Ein Krabbenbrötchen kostete an den Hamburger Landungsbrücken im vergangenen Jahr bis zu 11,50 Euro.

Als eine Ursache für die verfrühte Hauptfangzeit vermutete Oberdörffer eine erhöhte Wassertemperatur der Nordsee. "Außerdem gibt es im Moment wenige Wittlinge", sagte er.

hej/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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wrkffm 10.07.2018
1. Das in D-Mark .... Wahnsinn !
Ein Krabbenbrötchen kostete an den Hamburger Landungsbrücken im vergangenen Jahr bis zu 11,50 Euro. Eine Maß Bier auf der Wiesen in München 10,90 Euro und dazu ein halbes Händel bis zu 12,70 Euro. Das ganze im Zahlenwert der D-Mark angepriesen, würde kein Mensch kaufen wollen. Oder doch ?
muellerthomas 10.07.2018
2.
Zitat von wrkffmEin Krabbenbrötchen kostete an den Hamburger Landungsbrücken im vergangenen Jahr bis zu 11,50 Euro. Eine Maß Bier auf der Wiesen in München 10,90 Euro und dazu ein halbes Händel bis zu 12,70 Euro. Das ganze im Zahlenwert der D-Mark angepriesen, würde kein Mensch kaufen wollen. Oder doch ?
Hier die Bierpreise vom Oktoberfest: https://www.oktoberfest.de/de/article/Oktoberfest+2018/Bier/Der+historische+Bierpreis!/2752/ Die Preissteigerungen waren nach Euroeinführung geringer als zuvor...
bernd0963 10.07.2018
3. Wer's glaubt
Mal ehrlich - es glaubt doch nicht wirklich ernsthaft jemand daran, das dieser Preis wieder sinken würde - da finden sich andere Erklärungen und die doofen Verbraucher werden es zahlen. Bei solchen Preisen kann man auf 4 Personen gerecht er ne super Gartenparty machen, denn 90 Euro (4x Oktoberfestbier + 4 Krabbenbrötche) für Bier und was ordentlichem vom Grill sind dafür mehr als genug.
rudi_ralala 10.07.2018
4. Sollte das mal wieder ein typischer "mt" sein?
Zitat von muellerthomasHier die Bierpreise vom Oktoberfest: https://www.oktoberfest.de/de/article/Oktoberfest+2018/Bier/Der+historische+Bierpreis!/2752/ Die Preissteigerungen waren nach Euroeinführung geringer als zuvor...
Darf ich mir erlauben zu erwähnen, dass sie mal wieder etwas vergessen haben, nämlich zu kommentieren, weshalb das so ist.. In den letzten Jahren gab es null Zinsen und kaum Inflation und trotzdem sind die Bierpreise rasant gestiegen. In den 90ern und 80ger gab es aufgrund der teilweisen hohen Inflation natürlich auch höhere Zinsen und entsprechend stiegen auch die Bierpreise. Damals blieb zwischen Inflation und Zinsen noch ein Krümelchen für die Verbraucher und deshalb konnte man steigende Preise besser verkraften als heute. Heute ist im Portemonnaie ein Minus
bluebill 11.07.2018
5. Luxusproblem
Auf Touristenmeilen und Bierfesten wird man schamlos abgezockt. Das wissen alle. Welcher denkende Mensch würde sonst auf die Idee kommen, 20 Euro für einen halben Liter Bier und ein belegtes Brötchen auszugeben? Aber es gibt immer genug Leute, die es trotzdem tun, sonst gäbe es diese Preise ja nicht. Das Verzehren überteuerter Lebensmittel im Gedränge gibt ihnen wohl das Gefühl, richtig dazuzugehören. Wer's braucht... Die wirkliche Inflation ist ein ganz anderes Thema.
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