Fünf Milliarden Dollar Hedgefonds-Manager sprengt Verdienstrekord

Einen solchen Gewinn schafft nicht einmal ein Konzern wie Siemens: Der US-Hedgefonds-Manager John Paulson hat 2010 laut "Wall Street Journal" mehr als fünf Milliarden Dollar verdient - Rekord in der Investmentgeschichte. Doch nicht alles Geld landete direkt auf dem Konto des Zocker-Stars.

Hedgefonds-Manager Paulson: Höheres Gehalt als ein Weltkonzern
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Hedgefonds-Manager Paulson: Höheres Gehalt als ein Weltkonzern


New York - Dieses Gehalt übertrifft die Rekordsummen der Finanzbranche: Der US-Hedgefonds-Manager John Paulson hat im vergangenen Jahr persönlich mehr als fünf Milliarden Dollar verdient. Das "Wall Street Journal" schrieb, das dürfte der größte Jahresgewinn in der Investmentgeschichte sein. Ein Teil der Gewinne stehe jedoch nur auf dem Papier, da sie die Wertsteigerung von Beteiligungen widerspiegelten und jederzeit auch wieder sinken könnten. Ein anderer Teil sei durch Verkäufe realisiert worden.

Paulson selbst dürfte sein Profit nicht allzu außergewöhnlich erscheinen. Denn er hatte bereits 2007 vier Milliarden Dollar Gewinn erzielt, berichtete die Zeitung. Er hatte damals den richtigen Riecher, dass die Immobilienblase in den USA platzen würde. Mit seinen Spekulationen gegen sogenannte Ramsch-Hypotheken war Paulson 2007 zu Berühmtheit gelangt.

Paulson war es auch, der seine Finger bei einem berüchtigten Hypothekengeschäft mit im Spiel hatte, für das die US-Investmentbank Goldman Sachs eine Strafe zahlen musste. Paulson wettete dabei unter anderem gegen die deutsche Mittelstandsbank IKB - und gewann.

Welche Dimensionen Paulsons Gehalt hat, zeigt ein Vergleich mit dem Siemens-Konzern. Das Unternehmen mit weltweit 405.000 Mitarbeitern verdiente im vergangenen Jahr unterm Strich etwas mehr als vier Milliarden Euro.

Hedgefonds legen ihr Geld breit an: Von Rohstoffen über Aktien bis hin zu Staatsanleihen. Die Profite fließen allerdings in den wenigsten Fällen in bar. Zumeist handelt es sich um Gewinne auf dem Papier, weil das Investment noch gar nicht abgeschlossen ist oder das gewonnene Geld schon wieder in der nächsten Anlage steckt.

mmq/Reuters/dpa



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insgesamt 109 Beiträge
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LeisureSuitLenny 28.01.2011
1. Rücklagen
Seine Firma hat sicherlich genau 0 $ Rücklagen und im Falle einer Krise springt der Staat ein. ;) Bzw. eher doch nicht, die ist dann einfach weg. Und er auch.
derhonk 28.01.2011
2. Glückwunsch!
Da kann man einen Leistungsträger mal wieder nur beglückwünschen - An seier Stelle würd ich jetzt fix eine Insel kaufen - mit allem Schnick und Schnack den man so braucht und keine Anrufe mehr entgegennehmen - viel Fanpost dürfte er ja nicht bekommen
Reformhaus, 28.01.2011
3. Mit Hilfe von Alan Greenspan
---Zitat--- Als allmächtiger Vorsitzender der Federal Reserve Bank von 1987 bis 2006 säte Alan Greenspan nach Darstellung der FCIC die Saat für die Finanzkrise mit - und ignorierte anschließend die Folgen. "Die Währungspolitik der ...... ---Zitatende--- Seit Anfang 2008 ist Greenspan exclusiv für Paulson & Co. als Berater tätig. Paulson war einzigartiger Gewinner in/mit/durch diese Krise. Alles Zufall?
Achim 28.01.2011
4. Insel
Zitat von derhonkDa kann man einen Leistungsträger mal wieder nur beglückwünschen - An seier Stelle würd ich jetzt fix eine Insel kaufen - mit allem Schnick und Schnack den man so braucht und keine Anrufe mehr entgegennehmen - viel Fanpost dürfte er ja nicht bekommen
Hier http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,741447,00.html kann er sich eine aussuchen.
eigene_meinung 28.01.2011
5. kein Verdienst
Es handelt sich nicht um einen Verdienst durch Wertschöpfung (wie bei Siemens oder bei einem ehrlichen fleißigen Angestellten), sondern um Spekulationsgewinne, denen keine Wertschöpfung, sondern im Gegenteil Schaden (für andere Personen, für Firmen, für Staaten) entgegensteht.
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