New York - Dieses Gehalt übertrifft die Rekordsummen der Finanzbranche: Der US-Hedgefonds-Manager John Paulson hat im vergangenen Jahr persönlich mehr als fünf Milliarden Dollar verdient. Das "Wall Street Journal" schrieb, das dürfte der größte Jahresgewinn in der Investmentgeschichte sein. Ein Teil der Gewinne stehe jedoch nur auf dem Papier, da sie die Wertsteigerung von Beteiligungen widerspiegelten und jederzeit auch wieder sinken könnten. Ein anderer Teil sei durch Verkäufe realisiert worden.
Paulson selbst dürfte sein Profit nicht allzu außergewöhnlich erscheinen. Denn er hatte bereits 2007 vier Milliarden Dollar Gewinn erzielt, berichtete die Zeitung. Er hatte damals den richtigen Riecher, dass die Immobilienblase in den USA platzen würde. Mit seinen Spekulationen gegen sogenannte Ramsch-Hypotheken war Paulson 2007 zu Berühmtheit gelangt.
Paulson war es auch, der seine Finger bei einem berüchtigten Hypothekengeschäft mit im Spiel hatte, für das die US-Investmentbank Goldman Sachs eine Strafe zahlen musste. Paulson wettete dabei unter anderem gegen die deutsche Mittelstandsbank IKB - und gewann.
Welche Dimensionen Paulsons Gehalt hat, zeigt ein Vergleich mit dem Siemens-Konzern. Das Unternehmen mit weltweit 405.000 Mitarbeitern verdiente im vergangenen Jahr unterm Strich etwas mehr als vier Milliarden Euro.
Hedgefonds legen ihr Geld breit an: Von Rohstoffen über Aktien bis hin zu Staatsanleihen. Die Profite fließen allerdings in den wenigsten Fällen in bar. Zumeist handelt es sich um Gewinne auf dem Papier, weil das Investment noch gar nicht abgeschlossen ist oder das gewonnene Geld schon wieder in der nächsten Anlage steckt.
mmq/Reuters/dpa
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