Für 315 Millionen Dollar AOL kauft Nachrichtenseite "Huffington Post"

Ein Oldtimer im Web schnappt sich einen jungen, aggressiven Aufsteiger: Der arg geschrumpfte Internetkonzern AOL hat Nachrichten als Wachstumsfeld identifiziert - und kauft nun die erfolgreiche Webseite "Huffington Post" für 315 Millionen Dollar.

Arianna Huffington: Machte aus einem Blogger-Netzwerk eines der wichtigsten US-Medien
Getty Images

Arianna Huffington: Machte aus einem Blogger-Netzwerk eines der wichtigsten US-Medien


Washington - AOL setzt auf Online-Nachrichten: Der Internet-Provider kauft die erfolgreiche Website "Huffington Post". Wie AOL am Montag mitteilte, will die Firma rund 300 Millionen Dollar davon in bar zahlen. Die Vorstände beider Seiten haben der Transaktion bereits zugestimmt, auch die Aktionäre der Zeitung seien einverstanden.

Die Mitgründerin und Chefredakteurin der Online-Seite, Arianna Huffington, soll Vorsitzende und Chefredakteurin der Huffington Post Media Group werden - und damit für sämtliche Inhalte verantwortlich sein. Die streitbare Millionärin hat die "Huffington Post" 2005 mit einer Million Dollar Startkapital gegründet und aus einem Blogger-Netzwerk eines der wichtigsten US-Medien gemacht.

Pro Monat hat die "Huffington Post" fast 25 Millionen Besucher. Die neue Mediengruppe komme zusammen auf 117 Millionen Webseiten-Besucher pro Monat in den USA und werde weltweit 270 Millionen Menschen erreichen, teilte AOL mit.

Der Kauf soll Ende des ersten oder Anfang des zweiten Quartals 2011 erfolgen. Die "Huffington Post" ist zwar in Privatbesitz, aber die Transaktion muss von der US-Regierung abgesegnet werden. AOL-Chef Tim Armstrong sagte, der Kauf der "Huffington Post" werde eine US-Medienfirma der kommenden Generation schaffen, die von globaler Reichweite sei.

cte/AFP/Reuters

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Höhlentroll 07.02.2011
1. Na toll.
Ich freu mich schon auf die sinkende Qualität. Die Huffington Post war bisher immer eine Spitzenseite.
twellb 07.02.2011
2. naked bikers
habe gerade bei der HuffPost nach =Germany= gesucht. Das Ergebnis war vielsagend.
wdiwdi 07.02.2011
3. Gemeingefaehrlich
Diese Publikation bietet schon seit Jahren allen moeglichen abseitigen und durchgeknallten pseudo-alternativen Medizingurus eine immer wieder gerne genutzte Plattform. Dieses redaktionelle Versagen kann auch eine noch so gute politische Berichterstattung nicht aufwiegen.
sappelkopp 07.02.2011
4. Na...
...da wissen wir ja, wo es journalistisch hingeht: nach unten. Wie überall im Internet, wo es Dinge umsonst gibt, für die in anderen Medien gezahlt werden muss.
jmat17 07.02.2011
5. Glaube versetzt Berge
Zitat von sappelkopp...da wissen wir ja, wo es journalistisch hingeht: nach unten. Wie überall im Internet, wo es Dinge umsonst gibt, für die in anderen Medien gezahlt werden muss.
Und Sie glauben,weil einige Medien bezahlt werden müssen, sind diese besser?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.