Coup für Red Bull: Baumgartners Sprung war ein Marketing-Erfolg

Ein Sprung aus 39 Kilometern Höhe, schneller als der Schall: Für den Österreicher Felix Baumgartner war die Aktion ein Triumph. Doch auch sein Sponsor konnte sich freuen. Für so viel Aufmerksamkeit waren 50 Millionen Euro Kosten vergleichsweise günstig.

Sprung aus der Kapsel: Der Sponsor ist gut im Bild Zur Großansicht
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Sprung aus der Kapsel: Der Sponsor ist gut im Bild

Düsseldorf - Der Rekordsprung von Felix Baumgartner war auch aus Marketingsicht ein voller Erfolg. Für den Sponsor Red Bull sei die Aktion "jeden Euro wert gewesen", sagte der Chef der Agentur ZenithOptimedia, Frank-Peter Lortz. Auf dem Helm, auf den Schultern, auf den Beinen - überall war das Logo und der Schriftzug des Getränkeherstellers zu sehen, als Baumgartner am Sonntag aus 39 Kilometern in die Tiefe sprang.

Nach Schätzungen von Experten erreichte das Ereignis weltweit Hunderte Millionen Menschen. "Es wird seit Wochen in den Nachrichten rauf und runter gespielt", sagte Lortz. Dies gelte nicht nur für den jetzigen Sprung, sondern auch für alle Vorbereitungen und abgesagten Versuche. Allein der firmeneigene Youtube-Kanal für das Ereignis sei mittlerweile über 350 Millionen Mal angeklickt worden.

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Im freien Fall: Sturz mit Überschall

Etwa 50 Millionen Euro soll die Aktion Red Bull laut Medienberichten gekostet haben. Dies sei eine zunächst abschreckend hohe Summe, sagte der Marketingexperte. Setze man sie aber ins Verhältnis zu den 2,3 Millionen Euro, die Unternehmen für einen 30-Sekunden-Spot während der Übertragung des Superbowl in den USA zahlen müssten, sehe es schon anders aus. Statt 30 Sekunden habe der Rekordversuch Baumgartners schon seit Monaten Aufmerksamkeit erzeugt. "Und das nicht nur in Amerika, sondern global", sagte Lortz.

Allein in Deutschland bescherte das Ereignis dem Fernsehsender n-tv mit rund 7,1 Millionen Zuschauern eine rekordverdächtige Einschaltquote: fast 20 Prozent Einschaltquote zur besten Sendezeit. Auf Youtube sahen weltweit acht Millionen Menschen den Sprung live.

Für seinen Bekanntheitsgrad gibt Red Bull vergleichsweise viel Geld aus. Medienberichten zufolge soll es mit 1,4 Milliarden Euro etwa ein Drittel des Umsatzes sein. Zum Vergleich: Apple ließ sich seine Werbung im Jahr 2011 rund 933 Millionen Dollar kosten und brachte damit etwa ein Prozent seines Umsatzes für sein Marketing auf

stk/dapd

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Schön das der Spiegel mit macht
ralph.behr 15.10.2012
Schön, dass der Spiegel immerhin bemerkt, dass das ganze nicht mehr war als eine riesige Marketingaktion ohne jeglichen Nutzen für die Menschheit (völlig ohne Nutzen). Die Konsequenz aus diesem Bemerken wäre für mich jetzt allerdings gewesen, die "Berichterstattung" (aka verlesen der Pressemitteilungen der Brause-Firma) zurück zu fahren. Sollen die doch wie jede andere Firma auch für ihre Werbung zahlen. (Obwohl, das macht die Firma mit dem Apfel ja auch nicht, oder?)
2. Deshalb
keppler 15.10.2012
Zitat von sysopEin Sprung aus 39 Kilometern Höhe, schneller als der Schall: Für den Österreicher Felix Baumgartner war die Aktion ein Triumph. Doch auch sein Sponsor konnte sich freuen. Für so viel Aufmerksamkeit waren 50 Millionen Euro Kosten vergleichsweise günstig. Für Red Bull war der Sprung von Baumgartner gutes Marketing - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fuer-red-bull-war-der-sprung-von-baumgartner-gutes-marketing-a-861439.html)
saufe ich denen ihr Zeugs trotzdem nicht. Mann. was müssen die Kohle schaufeln.
3.
Oberfinanzdirektion 15.10.2012
Zitat von sysopEin Sprung aus 39 Kilometern Höhe, schneller als der Schall: Für den Österreicher Felix Baumgartner war die Aktion ein Triumph. Doch auch sein Sponsor konnte sich freuen. Für so viel Aufmerksamkeit waren 50 Millionen Euro Kosten vergleichsweise günstig. Für Red Bull war der Sprung von Baumgartner gutes Marketing - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fuer-red-bull-war-der-sprung-von-baumgartner-gutes-marketing-a-861439.html)
Ja schön, Red Bull kannte ich aber schon vorher und werde das Zeug trotzdem nicht kaufen. Also was genau hat dem Unternehmen das nochmal gebracht?
4. Oh Oh,
pefete 15.10.2012
einige Menschen sind schon sehr einfach gestrickt. Wenn es nicht gut gelaufen wäre, hätten sie wohl für Ihr Zuckerwasser auf dem Mond eine Niederlassung gründen müssen.
5. Einmalige Leistung
eddieno1 15.10.2012
Hier handelt es sich um eine einmalige technische und sportliche Leistung die medial hervorragend aufbereitet war. Der Nutzen für die Menscheit ist vermutlich nicht phänomenal - aber wenn 22 Menschen einen Ball treten nützt das der Menschheit auch wenig.
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