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Fukushima-Betreiber: Alle Tepco-Direktoren müssen gehen

Die japanische Regierung will alle 17 Tepco-Direktoren austauschen, um die Vorfälle um die Fukushima-Katastrophe gänzlich aufarbeiten zu können. Das Unternehmen hat keine Wahl: Ohne den Wechsel gibt es keine Staatshilfen.

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DPA

Atomkraftwerk Fukushima Daiichi: Die Direktoren des Betreibers Tepco müssen gehen

Tokio - Erst Hilfsgelder in Milliardenhöhe, jetzt der Leitungswechsel: Einem Zeitungsbericht zufolge will die japanische Regierung beim Fukushima-Betreiber Tepco das komplette Direktorium auswechseln. Die Regierung habe beschlossen, dass alle 17 Mitglieder gehen müssten, um die Verantwortlichkeiten im Management nach der Fukushima-Katastrophe genau klären zu können, berichtete die Zeitung "Mainichi" am Samstag.

Der Wechsel sei auch Bedingung für die insgesamt 13 Milliarden Dollar an öffentlichen Hilfsgeldern für Tepco, hieß es in dem Bericht. Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung beschlossen, dem Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima weitere 689,4 Milliarden Yen (6,7 Milliarden Euro) zu zahlen, damit der angeschlagene Konzern die massiven Entschädigungszahlungen leisten kann.

Tepcos Überleben als unabhängiges Unternehmen steht seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011, bei dem das AKW Fukushima Daiichi schwer beschädigt wurde, in Frage. Der Konzern sieht sich mit riesigen Entschädigungszahlungen, Aufräumkosten sowie steigender Kosten für Ersatzbrennstoffe konfrontiert.

Beschlossen hatte der Konzern bereits, dass Großkunden ab April 17 Prozent mehr zahlen müssen. Kritiker fordern, dass das Unternehmen mehr Anstrengungen aufbringen müsse, intern Kosten zu sparen.

Die Regierung plant, die Zahl der Mitglieder im neuen Direktorium zu halbieren. Die Veränderungen sollen Thema einer Tepco-Aktionärsversammlung im Juni sein.

Die Atomkatastrophe im Tepco-Kraftwerk Fukushima vor knapp einem Jahr hat dem Konzern hart zugesetzt. Tepco liefert fast 45 Millionen Menschen den Strom. Durch die Annahme der Milliardenhilfen wäre der Unglücksbetreiber de facto verstaatlicht.

nik/reuters

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