Furcht vor Engpässen: Industrie startet "Allianz zur Rohstoffsicherung"

Die deutsche Industrieelite fürchtet Engpässe bei begehrten Rohstoffen, nun geht sie in die Offensive: Bei einem Spitzentreffen wollen Konzerne wie BASF und ThyssenKrupp ein Gemeinschaftsunternehmen gründen - und innerhalb von fünf bis zehn Jahren bis zu eine Milliarde Euro investieren.

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Schweißer bei der Arbeit: Rohstoffversorgung eines der zentralen Probleme der Zukunft

Hamburg - Deutsche Top-Konzerne beginnen ihre Aufholjagd im Wettbewerb um Rohstoffe. Auf einem Spitzentreffen in Berlin wollen sie eine "Allianz zur Rohstoffsicherung" gründen, berichtet die "Financial Times Deutschland". Zunächst wollen sich demnach rund ein Dutzend Firmen an dem Bündnis beteiligen, darunter die Konzerne BASF Chart zeigen, ThyssenKrupp Chart zeigen und Evonik. Jedes Unternehmen zahle zu Beginn 300.000 Euro ein, hieß es. Insgesamt ist von einer Milliarde Euro Investitionsbedarf über fünf bis zehn Jahre die Rede.

Mit ihrem Bündnis geht die Industrie eines der zentralen Probleme der kommenden Jahre an. In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags von Mitte Januar hatte die Hälfte der befragten Unternehmen ihre Rohstoffversorgung als kritisch bezeichnet. Das nun geplante Bündnis fügt sich ein in die Rohstoffstrategie der Bundesregierung.

Im Mittelpunkt der Offensive stehen dem Bericht zufolge seltene Erden, Wolfram und Kokskohle. Das Gemeinschaftsunternehmen soll Rohstoffvorkommen erkunden und Abbauprojekte vorantreiben. Wenn die Projekte ausgereift sind, soll es entweder die Abbaurechte verkaufen - bevorzugt an die Mitglieder oder Co-Investoren - oder beteiligt bleiben und den Betrieb im Auftrag der Investoren verantworten. Auch externe Geldgeber wie andere Industrieunternehmen, Banken, Fonds oder die staatliche KfW-Förderbank sollen sich an den Projekten beteiligen können.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) betonte, dass die Allianz auch nach ihrer Gründung offen für Neumitglieder bleibe. Sie soll privatwirtschaftlich organisiert und gewinnorientiert sein. Die Rechtsform soll im ersten Quartal festgelegt werden.

Geschäftsführer des Unternehmens ist seit Jahresbeginn der 50-jährige Dierk Paskert, der von E.on in München kam. Der BDI will sich wie geplant aus der operativen Arbeit zurückziehen und nur im Aufsichtsrat der Allianz vertreten sein. Der Industrieverband hatte im vergangenen Jahr mehr als hundert Gespräche mit Unternehmen, Beratern und der Deutschen Rohstoffagentur in Hannover geführt und das Konzept entwickelt.

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Alles nur ein Scheingefecht
diefreiheitdermeinung 30.01.2012
Zitat von sysopDie deutsche Industrieelite fürchtet Engpässe bei begehrten Rohstoffen, nun geht sie*in die Offensive: Bei einem Spitzentreffen wollen Konzerne wie BASF und ThyssenKrupp ein Gemeinschaftsunternehmen gründen - und in fünf bis zehn Jahren bis zu eine Milliarde Euro investieren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,812133,00.html
denn wie wird es wirklich laufen ? Man wird zusammen mit einem auslaedischen Staat z.B. China ein Abkommen ueber die gemeinsame Erkundung schliessen und wenns nicht stattdessen ein afrikanischer Staat mit einem raffgierigen und korrupten Staatspraesidenten ist (der dann die Abbaurechte quasi privat verhoekert) wird die Investition z.B. in China getaetigt und evtl. auch fuer die Weiterverarbeitung und dann einfachheitshalber auch gleich fuer die Herstellung des Endprodukts (z.B. Mobiltelefon etc etc) und das kann man dann nach Deutschland exportieren. Es soll ja keiner glauben, dass die Sache zu wesentlich mehr Arbeitsplaetzen in D fuehren wird. Die werden ganz woanders geschaffen werden.
2. Man sollte diese Allianz in "Agentur" umbenennen.
herr_kowalski 30.01.2012
Zitat von diefreiheitdermeinungdenn wie wird es wirklich laufen ? Man wird zusammen mit einem auslaedischen Staat z.B. China ein Abkommen ueber die gemeinsame Erkundung schliessen und wenns nicht stattdessen ein afrikanischer Staat mit einem raffgierigen und korrupten Staatspraesidenten ist (der dann die Abbaurechte quasi privat verhoekert) wird die Investition z.B. in China getaetigt und evtl. auch fuer die Weiterverarbeitung und dann einfachheitshalber auch gleich fuer die Herstellung des Endprodukts (z.B. Mobiltelefon etc etc) und das kann man dann nach Deutschland exportieren. Es soll ja keiner glauben, dass die Sache zu wesentlich mehr Arbeitsplaetzen in D fuehren wird. Die werden ganz woanders geschaffen werden.
Wie das Arbeitsamt. Sie wird genauso erfolgreich sein, wie das AA. Schön dass "unsere" Industrie wach wird wenn andere sich längst ihre Rohstoffquellen gesichert haben. Man kann nur noch den Kopf schütteln über so viel Schlafmützigkeit.
3. Neues aus: Hallo Wirtschaft -schon wach?
capitain_future 25.12.2012
Zitat von sysopDie deutsche Industrieelite fürchtet Engpässe bei begehrten Rohstoffen, nun geht sie*in die Offensive: Bei einem Spitzentreffen wollen Konzerne wie BASF und ThyssenKrupp ein Gemeinschaftsunternehmen gründen - und in fünf bis zehn Jahren bis zu eine Milliarde Euro investieren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,812133,00.html
Ist ja wieder interressant -durch diesen Artikel- wieder einmal festzustellen,das der Wirtschaft "der Roh-Stoff" aus geht ! Wir wäres,wenn Sie einfach in jeden bundesdeutschen Landkreis die Gratis Wertstoff Sammlung des Elektronik samt Haushaltsgeräte Mülls ääh Wertstoff übernehmen ?? Für größere Mengen in Tonnen Bereich = gratis Abholservice beim Verbraucher ? Mit so einen Landkreis Recyclingcenter läßt sich nämlich 100% Rohstoff aus sämtlichen defekten Unterhaltungs und Konsumgeräten gewinnen ,ohne das dafür eine Mine angebohrt oder aufgebaut werden müßte! Zum Beispiel in Supermärkten den Kunden einen Bonus s.u. anbieten das er endlich seine alten Glüh Lampen und Quecksilber Röhren nur bei IHNEN abgibt?? Auch könnte die dt. Industrie einen Austausch Service starten ,alte Glühbirnen gegen preiswerte Neue 5W LEDs. Urban Mining ist dabei das Zauberwort ,was die dt. Wirtschaft endlich mal weltweit per Recyclingcenter in sämtliche Städte dieser großen weiten Welt durchführen sollte ,damit dt. Umwelttechnik -eben der Standart- endlich durchgesetzt wird und SIE Rohstoffe haben !
4.
günter1934 25.12.2012
Zitat von capitain_futureIst ja wieder interressant -durch diesen Artikel- wieder einmal festzustellen,das der Wirtschaft "der Roh-Stoff" aus geht ! Wir wäres,wenn Sie einfach in jeden bundesdeutschen Landkreis die Gratis Wertstoff Sammlung des Elektronik samt Haushaltsgeräte Mülls ääh Wertstoff übernehmen ?? Für größere Mengen in Tonnen Bereich = gratis Abholservice beim Verbraucher ? Mit so einen Landkreis Recyclingcenter läßt sich nämlich 100% Rohstoff aus sämtlichen defekten Unterhaltungs und Konsumgeräten gewinnen ,ohne das dafür eine Mine angebohrt oder aufgebaut werden müßte! Zum Beispiel in Supermärkten den Kunden einen Bonus s.u. anbieten das er endlich seine alten Glüh Lampen und Quecksilber Röhren nur bei IHNEN abgibt?? Auch könnte die dt. Industrie einen Austausch Service starten ,alte Glühbirnen gegen preiswerte Neue 5W LEDs. Urban Mining ist dabei das Zauberwort ,was die dt. Wirtschaft endlich mal weltweit per Recyclingcenter in sämtliche Städte dieser großen weiten Welt durchführen sollte ,damit dt. Umwelttechnik -eben der Standart- endlich durchgesetzt wird und SIE Rohstoffe haben !
Es wird doch eigentlich alles genauso gehandhabt, wie Sie das hier fordern. Meine Allerliebste ist Wertstoffhoffan, deshalb muss ich mich dort auch umsehen. Sie können dort Sie Ihre alten Fernseher, Elektrokleingeräte etc pp getrennt in Container entsorgen. Soviel ich weiss, wird das alles nach Afrika gekarrt und dort von Kindern sortiert und verkauft. Meinen Sie im Ernst, so was wäre in Deutschland ein Geschäftsmodell, das Erfolg hätte?
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Knappe Rohstoffe: Diesen Branchen drohen Engpässe

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Neue Technologien: Um diese Rohstoffe kämpfen die Firmen

Vor-/Nachteile der Energieträger
Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. Verfeinerte Fördertechniken machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.
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