Fusion mit Dresdner Commerzbank schließt mehr als 300 Filialen

Die Commerzbank treibt ihre Fusion mit der Dresdner Bank voran: Das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands schließt erste Filialen - insgesamt sollen weit mehr als 300 Zweigstellen wegfallen.

Commerzbank-Logo: Kunden sollen keine Nachteile entstehen
dapd

Commerzbank-Logo: Kunden sollen keine Nachteile entstehen


Frankfurt am Main - Spätestens jetzt bekommen Kunden die Folgen der Fusion zwischen der Commerzbank Chart zeigen und der Dresdner Bank zu spüren. Denn seit diesem Dienstag beginnt der Filialabbau der neuen Großbank: Die Mitarbeiter der alten Dresdner-Bank-Filiale im niedersächsischen Verden zogen in die wenige Meter entfernte Commerzbank-Filiale. In den nächsten Tagen sollen Standorte in Leipzig und Wolfsburg folgen, sagte ein Commerzbank-Sprecher am Dienstag in Frankfurt am Main.

Nach der Übernahme der Dresdner Bank im Sommer 2008 hatte die Commerzbank angekündigt, bis zum Jahr 2012 die Zahl der gemeinsamen Filialen von etwa 1600 auf 1200 zu verringern. Zum weiteren Zeitplan der Zusammenlegungen von Standorten wollte sich der Sprecher nicht äußern: "Wir informieren grundsätzlich immer erst die Kunden."

Sorgen, dass Deutschlands zweitgrößte Bank wegen der Schließungen Kunden verliert, hat Privatkundenchef Martin Zielke nach eigenen Worten nicht: "Wir legen nur solche Filialen zusammen, die wenige Meter voneinander entfernt sind", sagte Zielke der "Welt. Demnach handelt es sich um 340 Zweigstellen.

Dem Kunden entstehe in keiner Weise ein Nachteil. So werde die neue Commerzbank trotz der Einsparungen eines der dichtesten Zweigstellen in Deutschland haben. "Wir geben nicht einen einzigen Standort auf", sagte Zielke der Zeitung.

Es werde jedoch noch ein paar Tage dauern, bis sich im Kundenservice und bei allen Mitarbeitern eine gewisse Routine eingestellt habe. An Ostern hatte die Commerzbank die Daten von mehr als drei Millionen Dresdner-Privatkunden auf die IT-Systeme der gemeinsamen Bank übertragen. 140.000 Bankkunden konnten über die Feiertage kein Geld an den Automaten des Geldhauses abheben. Auch das Online- und Telefon-Banking war nicht möglich. Seitdem sind die Commerzbank und die Dresdner Bank auch technisch endgültig ein Institut.

yes/dpa/dapd



insgesamt 9 Beiträge
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Wattläufer 17.05.2011
1. Commerzbank
Die Commerzbank ist besonders stark im Griechenland-Geschäft involviert.
_unwissender 17.05.2011
2. spannend bleibt's
Ob die Commerzbank die Aufgabe besser stemmt als die Hypobank? Dort hatte es ja viele Jahre gedauert, bis die Reste von Bayrischer, Vereins- und Hypobank so weit konsolidiert waren. Vielleicht sind in ein paar Jahren in deutschen Innenstädten doch wieder mehr Apotheken als Banken vertreten...?
Koana 17.05.2011
3. 25% gehören immer noch
dem Staat - bei beiden Kapitalmaßnahmen wurde fleissig mitbezahlt. Trotzdem dürfen wir alle gespannt sein, wieviel sich die "Top-Banker" für das Geschäftsjahr 2011 genehmigen werden, da angeblich mit der (teilweisen pseudo) Rückzahlung von ca. 6 Mrd. Staatshilfe die 500 TD - Deckelung bei Boni und Gehalt pro Person - wegfällt. In den Filialen werden sich die Mitarbeiter jetzt wohl eine Zeit lang auf den Füssen stehen, mit entsprechend tollem Arbeitsklima - rausmobben ist wohl das wichtigste Jobmotto im Moment. Lauter negative Dinge - ein Spiegelbild für ach so viele Abläufe in unserer Zeit. Mein Rat an alle Commerzbank - und auch Postbank - Kunden, löst Euro Konten dort auf, verabschiedet Euch von den Privatbanken, sucht Euch eine Regional Bank die ein gratis Giro-Konto bietet und spart bei der Bundesschuldenverwaltung.
jdm11000 17.05.2011
4. Lachhaft kein Kundenverlust
Zitat von sysopDie Commerzbank treibt ihre Fusion mit der Dresdner Bank voran: Das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands schließt*erste Filialen - insgesamt sollen weit mehr als 300 Zweigstellen wegfallen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,763106,00.html
Es ist lachhaft, wenn die Commerzbank meint, sie würde keine Kunden verlieren. Gerade die Geschäftskunden werden vollkommen verprellt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese gehen. Die Privatkunden können zB keine Gelder - von der alten Dresdner Bank - abheben oder nur sehr schwer. Die IT der Dresdner Bank war um Welten besser als das alte Geraffel der Commerzbank (die schon früher nur eine Pleitebank war). Sprich, die gehen jetzt in die Steinzeit wieder zurück! Die Bankmitarbeiter der Commerzbank kennen teilweise ihre eigenen Anwendungen nicht und sind seit Jahren schon nicht mehr motiviert - hauptsache man kann Arbeiten an jemand anderes abdrücken usw... Wer hier noch sein Geld hinbringt, wird enttäuscht werden... Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bank schließt oder wieder zerschlagen wird.
sukowsky, 17.05.2011
5. Und die Angestellten wirft man auf die Straße
Und die Angestellten wirft man auf die Straße? Schöne neue Arbeitswelt „hire" und „fire"! Die Knete und immer mehr!
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