Fusion mit Orange UK: Telekom besiegelt Briten-Deal

Auf dem britischen Mobilfunkmarkt entsteht eine neue Megamacht: Nachdem alle zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht erteilt haben, ist der deutsch-französische Zusammenschluss von T-Mobile und Orange auf der Insel jetzt unter Dach und Fach.

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ddp

Telekom-Logo: Offensive auf dem britischen Mobilfunkmarkt

Bonn/Paris - Die Fusion der Mobilfunktöchter von Deutscher Telekom und France Télécom in Großbritannien ist perfekt. Der Zusammeschluss der zur Deutschen Telekom gehörenden Anbieter T-Mobile UK und von Orange UK von der France Télécom sei nun mit einem Eintrag ins Handelsregister abgeschlossen, teilten die Konzerne am Donnerstag in Bonn und Paris mit.

Schon Anfang März hatte die EU-Kommission grundsätzlich grünes Licht gegeben, aber von den Unternehmen bestimmte Zugeständnisse an die Konkurrenz gefordert. Jetzt sind alle kartellrechtlichen Probleme ausgeräumt.

Chef des Gemeinschaftsunternehmens wird Tom Alexander, der früher an der Spitze von Orange UK gestanden hatte. Richard Moat, der die gleiche Position bei T-Mobile UK innehatte, übernimmt das Finanzressort des Unternehmens.

Das Joint Venture, das beide Unternehmen im Herbst vergangenen Jahres angekündigt hatten, ist in Großbritannien mit 29,5 Millionen Kunden der größte Mobilfunkanbieter des Landes. Nummer zwei ist O2 Telefónica vor Vodafone. 2009 kam das deutsch-französische Unternehmen pro forma auf einen Umsatz von 8,5 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 1,6 Milliarden Euro.

ssu/AFP/dpa

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