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Fusion: Roland Berger wird zweitgrößter Powerpoint-Produzent der Welt

Von Dietmar Student

Berater aller Disziplinen, vereinigt euch! Die Consulting-Firma Roland Berger geht mit einem Teil des Konkurrenten Deloitte zusammen. Das berichtet das manager magazin. Nach McKinsey wäre das Firmen-Duo die globale Nummer zwei.

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Roland Berger: Der Unternehmensberater hat die gleichnamige Firma gegründet

Hamburg - Es ist eine Nachricht, die eine elitäre Branche aufschreckt: Nach Informationen von manager magazin will die Unternehmensberatung Roland Berger mit dem Consultingbereich der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte fusionieren. Gemeinsam wären Berger und Deloitte die globale Nummer zwei nach McKinsey. Der Deal sei so gut wie perfekt, berichtet die Wirtschaftszeitschrift unter Berufung auf Branchenkreise. Die Führungsspitzen beider Unternehmen seien in engen Gesprächen. Die Due Diligence sei weitgehend abgeschlossen.

In die neue Firma mit dem Namen "Roland Berger Deloitte Strategy Consultants" (RBDSC) bringt Deloitte von seiner Beratungssparte mit insgesamt 7,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz die Geschäftsfelder "Strategie" und "Operations" ein. Gemeinsam kommen beide Unternehmen auf einen Umsatz von 2,8 Milliarden Dollar.

Das Bündnis ist nach Auskunft von Branchenexperten eine ideale Kombination. Berger kann seine Wertschöpfungskette um das Geschäftsfeld "Operations" erweitern, das bislang unterentwickelt war. Zudem würde das Duo in den wichtigsten Märkten USA, Großbritannien, China und Frankreich auf einen Schlag jeweils die Nummer zwei der Branche.

Nicht nur die Marke "Roland Berger" soll erhalten bleiben, die Berger-Leute sollen beim neuen Consultingmulti auch die Führung übernehmen. Berger-Chef Martin Wittig werde CEO der neuen Firma, Aufsichtsratschef Burkhard Schwenker Chairman. In den Vorstand soll das gesamte sechsköpfige Executive Committee von Berger einziehen; Deputy-CEO soll der Deloitte-Manager Jeff Watts werden, weitere drei bis vier Deloitte-Leute kämen hinzu.

Der Weg des Zusammengehens sieht offenbar so aus: Die Berger-Partner sollen zunächst ihre Aktien verkaufen und anschließend Anteile der jeweiligen nationalen Deloitte-Gesellschaften zeichnen. Mitte Dezember werden die Berger-Leute beim Partnermeeting in München ihre Entscheidung fällen. Die deutschen Deloitte-Partner treffen sich nahezu zeitgleich im Bonner Wasserwerk.

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