Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Medienkonzerne: Doch keine Fusion von ProSiebenSat.1 und Springer

Axel-Springer-Logo: Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen nicht vorgesehen Zur Großansicht
REUTERS

Axel-Springer-Logo: Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen nicht vorgesehen

Die Medienkonzerne Axel Springer und ProSiebenSat.1 werden doch nicht fusionieren. Es soll zwar eine Zusammenarbeit bei digitalen Start-ups geben - darüber hinaus ist Firmenangaben zufolge aber keine weitere Kooperation geplant.

Axel Springer und ProSiebenSat.1 haben mit einem Gemeinschaftsprojekt zur Förderung von Start-ups ihre Fusionsgespräche beendet. "Wir planen darüber hinaus keine weitergehende gesellschaftsrechtliche Verbindung mit Axel Springer", sagte ein ProSiebenSat.1-Sprecher. Eine Sprecherin von Axel Springer sagte: "Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen sind nicht vorgesehen."

Digitale Geschäftsideen und Start-ups wollten die beiden Unternehmen künftig aber gemeinsam fördern, teilten sie am Mittwoch in Berlin und München mit. Man wolle gemeinsam in Unternehmen und Fonds investieren, bestehende Förderprogramme vernetzen und neuen Unternehmen Werbemöglichkeiten gegen Firmenbeteiligungen zur Verfügung stellen.

Insidern zufolge hatten die beiden Medienkonzerne Möglichkeiten einer Fusion ausgelotet. Beide Konzerne erzielen seit Längerem das größte Wachstum im Digitalgeschäft. Fusionsspekulationen stellten vor allem auch auf eine Kooperation in diesem Bereich ab.

Zuletzt hatten beide Konzerne im Jahr 2005 über einen Zusammenschluss verhandelt. Damals wollte Springer das Fernsehunternehmen ProSieben kaufen und bot vier Milliarden Euro. Doch die Fusion scheiterte am Veto des Kartellamts und der Medienaufsicht, der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). Zu groß wären nach ihrer Ansicht die Markt- und die Meinungsmacht eines Konzerns gewesen, der unter anderem Deutschlands größte Boulevardzeitung "Bild" und einige der größten Privatsender des Landes vereint hätte.

Im vergangenen Jahr gewann Axel Springer allerdings einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die KEK. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, eine Übernahme des TV-Konzerns wäre medienrechtlich unbedenklich gewesen.

Auch diesmal hatten Experten nach Bekanntwerden der Spekulationen Anfang Juli Skepsis über die kartellrechtlichen Chancen eines Fusionsvorhabens geäußert. Springer hatte zudem von Beginn an klargestellt, dass die Verlegerwitwe Friede Springer die Kontrolle im Konzern behalten wolle. Das wäre allerdings schwierig geworden, da ProSiebenSat.1 an der Börse deutlich mehr wert ist als Springer.

bos/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Konnte nicht funktionieren
rickmarten 29.07.2015
Springer als kleineres Unternehmen wollte als Schwanz mit dem Hund wedeln. Das kann ncht gehen, zumal Friede Springer immer das letzte Wort haben wollte. Springer ist zu ideologisch geprägt für so einen wirtschaftlichen Deal. Für den BILD-Verlag könnte es enger werden, überhaupt einmal einen bedeutenden Partner zu finden. Auch FT war so nicht zu überzeugen.
2. Diekmanns Expansionen floppen
nesmo 29.07.2015
Financial Times, jetzt Pro Sieben, überhebt sich der Kay? Frau Springer sucht wohl dringend Anlageobjekte, aber keiner will ihr was verkaufen, jedenfalls nicht zu ihrem Preis. Man darf gespannt sein, was als nächstes begehrt wird. Irgend ein Sender oder eine Zeitung muss sich doch finden lassen, was mit einem bekanntem Namen, der was hermacht, mit anglotouch.
3. So funktioniert das jedenfalls nicht .......
daslästermaul 29.07.2015
..... wenn Friede Springer immer meint dass letze Wort haben zu müssen. Sie würde allerdings vorausschauend handeln, wenn sie das Unternehmen auf die Zeit nach Ihr vorbereiten würde.
4.
hotgorn 29.07.2015
Newtopia war wohl so ein kooperationsexteriment sat1 sendete sandy im Wald und Bild brachte den schit in der zeitung. Newtopia gibt es nicht mehr und die Bildzeitung wird noch häufig als schützende papierschicht im Lager verwendet. Mit newtopia ging es schlecht aus die Bildzeitung wird von YouTube abgelöst und spring als auch das unterschichten TV wird das internetzeitalter nicht überleben.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: