Handel Kaufhof-Management fürchtet Zahlungsunfähigkeit

Galeria Kaufhof ging es stets besser als dem Konkurrenten Karstadt. Doch unter dem neuen Eigentümer HBC schwächelt das Geschäft. Das Management hat Angst vor einer "wirtschaftlichen Notlage".

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Die schlechten Zahlen setzen das Management von Galeria Kaufhof unter Druck: "Galeria Kaufhof befindet sich in einer ausgeprägten Ertragskrise", heißt es in einem vertraulichen Unternehmensbericht, der dem SPIEGEL vorliegt. Ohne weitere drastische Sanierungsmaßnahmen werde Kaufhof "kurz- bis mittelfristig in einer substanziellen wirtschaftlichen Notlage verbleiben". Auch um die Liquidität sei es nicht gut bestellt:"Ohne Gegenmaßnahmen droht die Zahlungsunfähigkeit."

Die Kölner Warenhausgruppe ist im Herbst 2015 von dem kanadischen Warenhauskonzern Hudson's Bay Company übernommen worden. Seither sind die Filialumsätze eingebrochen. Laut dem internen Papier sind die Umsätze von 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2017 zurückgegangen. Im vergangenen Geschäftsjahr summierte sich ein Jahresfehlbetrag von über 100 Millionen Euro. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Kaufhof-Geschäftsführer Roland Neuwald hat bereits angekündigt, in der Hauptverwaltung in Köln 400 von 1600 Arbeitsplätzen abzubauen. Am 13. April soll überdies die Tarifkommission der Gewerkschaft Ver.di darüber entscheiden, ob die Arbeitnehmervertreter mit dem Unternehmen Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag aufnehmen.

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