Hamburg - Der russische Energiekonzern Gazprom hat im ersten Quartal dieses Jahres rund ein Viertel weniger Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich sei der sinkende Absatz von Gas, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.
Der Gewinn betrug demnach umgerechnet 8,7 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 30,1 Milliarden Euro zurück. Gazprom verkaufte in den ersten drei Monaten des Jahres nach eigenen Angaben acht Prozent weniger Gas an europäische Kunden als im Vorjahreszeitraum. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sei der Absatz um 32 Prozent zurückgegangen.
Doch nicht nur die Kunden machen dem Energiekonzern Ärger, sondern auch die EU-Kommission. Erst am Dienstag hatte sie bekanntgegeben, ein Kartellverfahren gegen Gazprom einzuleiten. Die Behörde untersucht, ob der Konzern den Transport von Gas in die EU abschottet und die Preise damit in die Höhe treibt. Dem Konzern droht nun eine hohe Strafzahlung.
Gazprom gehört rund ein Viertel der weltweiten Erdgasreserven. Das Unternehmen trägt etwa acht Prozent zum russischen Bruttoinlandsprodukt bei und liefert rund ein Viertel des in Europa verbrauchten Erdgases.
kha/AFP
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