New York - Chef sein lohnt sich nicht immer: Apple-Vorstand Tim Cook hat in seiner neuen Position ein vergleichsweise geringes Gehalt von 4,2 Millionen Dollar erhalten, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Im Jahr zuvor hatte Cook als Stellvertreter von Apple-Gründer Steve Jobs eine Gesamtvergütung von fast 378 Millionen Dollar erhalten.
Die enorme Summe stammte jedoch hauptsächlich aus der Zuteilung von einer Million Apple-Aktien, basierend auf dem Kurs der Aktie
zu jener Zeit. Cooks Vergütung für das Jahr 2010/11 ist deshalb die höchste, die bisher vom "Wall Street Journal" in seiner jährlichen Umfrage zu CEO-Vergütungen erfasst wurde und damit die höchste seit mindestens 2006 - dem Jahr, in dem die SEC ihre Regeln für die Rechnungslegung von Managergehältern änderte.
Cooks Gehalt legte mit dem Aufstieg an die Konzernspitze zwar von 900.000 auf 1,4 Millionen Dollar zu, allerdings erhielt er 2012 keine Aktienzuteilungen, weshalb das Gesamtpaket deutlich kleiner ausfiel. Bereits im Mai hatte Apple bekanntgegeben, dass die vom Vorstandschef gehaltenen Aktien von der Ausschüttung einer Dividende ausgenommen seien. Damit verzichtete Cook freiwillig auf eine Prämie von etwa 75 Millionen Dollar.
Freuen kann sich dagegen Finanzvorstand Peter Oppenheimer. Seine Vergütung wuchs auf 68,6 Millionen von 1,4 Millionen Dollar im Vorjahr. Darin enthalten sind 66,2 Millionen Dollar aus Aktienzuteilungen. Hardware-Chef Robert Mansfield erhielt insgesamt 85,5 Millionen Dollar, auch hier stammt fast alles aus Aktienzuteilungen.
nck/dapd
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