Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Gehaltsvergleich: So viel verdient Ihr Kollege

Von

3. Teil: Gehaltsgefälle zwischen Ost und West

Streikender Busfahrer (im Juni): Drastische Unterschiede zwischen den Gehältern Zur Großansicht
dpa

Streikender Busfahrer (im Juni): Drastische Unterschiede zwischen den Gehältern

Monatsverdienst von Berufseinsteigern in Euro (brutto)
Beruf im Westen im Osten
Architekt 3018 2678
Bankkaufmann 2418 2197
Bürokaufmann 2161 1744
Callcenter-Agent 1903 1518
Controller 3093 2742
Diplom-Kaufmann 3403 2866
Einzelhandelskaufmann 1972 1895
Fleischereifachverkäufer 1792 1581
Gebäudereiniger 1590 1489
Hotelfachkraft 1641 1434
Industriekaufmann 2448 2054
Informatiker 3432 2750
Krankenschwester 2293 1894
Marketingassistent 2595 2356
Paketzusteller 2745 2283
Personalsachbearbeiter 2495 2017
Rechtsanwalt 3902 3345
Rechtsanwaltsgehilfe 2474 1806
Sekretär 2415 1954
Sozialarbeiter 2648 2191
Systemadministrator 2828 2467
Unternehmensberater 3663 3144
Versicherungskaufmann 2670 2391
Vertriebsmitarbeiter 2879 2517
Verwaltungsangestellter 2392 2163
Web-Designer 2562 2251
Quelle: lohnspiegel.de, Durchschnittswert bei 40 Wochenarbeitsstunden in Betrieben mit 100 bis 500 Mitarbeitern

Lesen Sie mehr über die Einkommenskluft zwischen West und Ost auf SPIEGEL ONLINE: Weg frei für die Wirtschafts-Einheit

Diesen Artikel...
Forum - Lohn-Kluft zwischen Männern und Frauen - was muss sich ändern?
insgesamt 439 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
AndyH 01.10.2009
Zitat von sysopFrauen und Männer trennt eine gewaltige Lohn-Kluft: Schon zum Berufseinstieg verdienen weibliche Angestellte fast 20 Prozent weniger - was muss sich ändern, damit Frauen gerechter behandelt werden?
Nachdem in den Lohntabellen keine geschlechterspezifische Unterscheidungen beschrieben sind, muss man überlegen wie das wohl kommt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Personalchefs mutwillig kürzen würden. Das wäre offene Diskrimination und damit gesetzeswidrig. Irgendwelche Ideen?
2.
CMH 01.10.2009
Jetzt werden diese Lügenmärchen auch noch hier weiter verbreitet! Sysop, ist Ihnen langweilig? Die Europäische Kommission hat bereits 2002 festgestellt, daß es nahezu keine Lohnunterschiede mehr gibt. Daran ändern auch die Zahlenverdrehereien und Lügengeschichten von Zensursula nichts!
3. Chanda Kochhar: „Indiens Frauen machen leichter Karriere“
schmoggelmopps 01.10.2009
Interessant: ICICI-Chefin Chanda Kochhar antwortet auf die Frage, ob Sie ihrer Meinung nach eine Ausnahmen sei oder ob auch andere (Frauen) den Aufstieg "ganz nach oben" schaffen könnten: "Ich betone immer, dass Frauen für sich selbst Verantwortung übernehmen müssen: Wenn wir im Beruf vorankommen wollen, sollten wir nicht damit rechnen, etwas geschenkt zu bekommen. Am Arbeitsplatz müssen wir uns geschlechtsneutral verhalten. Frauen müssen sich im Job genauso einsetzen wie Männer, genauso hart und lang arbeiten, genauso viel reisen. Mir sind Familie und Arbeit gleich wichtig - so wie den meisten Männern an der Spitze." http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EF7BB75A45BA444689312FFF0938B2EF3~ATpl~Ecommon~Scontent.html Ich meine: Solange Frauen nicht genau so wie Männer verhandeln, werden Sie - fernab von Tarifverträgen - auch weniger verdienen - hier gemeint bei gleicher Leistung, egal wie die Qualifikation ausfällt. Es gibt auch Männer, die schlecht verhandeln - die verdienen auch weniger. Ich werde das Gefühl einfach nicht los, dass einige westliche Frauen - da gibts aber auch Männer - meinen, dass man Erfolg per Quote erzielen kann. Das funktioniert aber nunmal nicht, hat es nicht, wird es nie. Eine Position zu bekommen ist eine Sache, da klappt es vielleicht mit einer Quote. Eine Position zu halten - DAS ist mitunter harte Arbeit.
4.
Michael Giertz, 01.10.2009
Zitat von sysopFrauen und Männer trennt eine gewaltige Lohn-Kluft: Schon zum Berufseinstieg verdienen weibliche Angestellte fast 20 Prozent weniger - was muss sich ändern, damit Frauen gerechter behandelt werden?
Die Kluft entsteht innerhalb tarifgebundener Branchen einfach dadurch, dass Frauen weniger lang arbeiten (Teilzeit) als Männer. Wer 20%-25% weniger arbeitet, z.B. statt 40 nur 30 Wochenarbeitsstunden kann unmöglich das gleiche Gehalt verlangen. Und wenn das nicht endlich auch mal in den Medien erscheint, sprich, dass oftmals diese Unterschiede allein durch unterschiedliche Arbeitszeiten zustande kommen oder durch reduzierte Tätigkeitenfelder - zum Beispiel sind Frauen körperlich weniger belastbar als Männer und können bestimmte Tätigkeiten nicht durchführen, so dass diese Arbeiten aus der Stellenbeschreibung entfallen - dann wird auch offensichtlich, dass es niemals eine absolute Lohngleiche geben kann.
5. Desinformation und falsche Behauptungen
Dr. Sorglos 01.10.2009
Hier handelt es sich schlichtweg um gezielte Desinformation, die durch endlose Widerholung nicht richtiger wird. Das dies so sein muss, kann man mit gesundem Menschverstand heraus finden, den welches Unternehmen würde für eine Arbeit 100% Prozent bezahlen, wenn es die qualitativ gleiche Arbeit für 80% bekommen kann? Entsprechend dürften Männer wohl keine Anstellung mehr finden. Dem ist aber offensichtlich nicht so. Sie wollen uns doch wohl nicht weißmachen, dass Unternehmen ihr unternehmerisches, betriebswirtschaftliches Interesse hinten an stellen, sich 20% mehr Kosten aufhalsen lassen, um Frauen zu diskriminieren. Ich bitte Sie! Ich möchte hier einen Post von Herrn Dr. Maus von MannDat wiedergeben, der noch einiges zur Aufklärung beiträgt: ---Zitat--- Zur sogenannten Lohndiskrimierung von Frauen Renate Schmidt, Ex-Familienministerin, 2003: „Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt." Gender-Daten-Report des BMFSFJ, 2005: "So liegt der Bruttojahresverdienst von Frauen, die weniger als 18 Stunden pro Woche arbeiten, 2002 bei 122 Prozent des Verdienstes von Männern in dieser Beschäftigungsform." Das Statistische Bundesamt, 2006: "Aus dem geschlechterspezifischen Verdienstabstand kann nicht geschlossen werden, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit anders bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen." EU-Kommissar Spidla, 2007: "Bei Lohngefälle geht es jedoch nicht um unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit", erläuterte der EU-Kommissar. Ein wichtiger Grund für das große Lohngefälle in Deutschland sei vielmehr, dass viele Frauen Teilzeit arbeiteten." Das BMFSFJ, 2008 an MANNdat: "Die ... Aussage von Frau Ministerin von der Leyen, dass "Frauen noch immer nur 77 % des männlichen Einkommens verdienen, wohlbemerkt für gleiche Arbeit" ist daher in dieser Form nicht richtig und missverständlich, auch wenn sie sich in den Medien oft so oder ähnlich findet. Wir haben die Rede daher aus dem Netz genommen und danken Ihnen für diesen Hinweis." --- Wenn das Frauen(!)ministerium durch die Hans-Böckler-Stiftung eine Studie zur Entgeltgleichheit durchführen lässt, dann ist das ungefähr so glaubwürdig, wie wenn ein Erdölkonzern eine Studie über die Umweltbelastung durch fossile Kraftstoffe in Auftrag gibt. Ein anderes als das zitierte Ergebnis würde jedenfalls niemals veröffentlicht. Beinahe täglich werden solche Beiträge über Lohndiskriminierung von Frauen lanciert, deren VerfasserInnen es entweder nicht besser wissen, also schlecht recherchieren, oder vorsätzlich Unwahrheiten verbreiten. Dr. Eugen Maus, MANNdat e.V. - geschlechterpolitische Initiative. ---Zitatende---
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Frauen-Löhne: Vielfältige Benachteiligung


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: