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Geldnot: Griechenland darf Bankenfonds anzapfen

Blick auf die Akropolis: Bankenfonds soll vorübergehend Erleichterung verschaffen Zur Großansicht
DPA

Blick auf die Akropolis: Bankenfonds soll vorübergehend Erleichterung verschaffen

Auf der Suche nach Geld hat die griechische Regierung einen Fonds entdeckt, der zur Sicherung der nationalen Banken eingerichtet worden war. Der Europäische Stabilitätsmechanismus erteilte jetzt die Genehmigung.

Brüssel - Auf seiner Suche nach Geld hat Griechenland eine halbe Milliarde Euro aufgetrieben. Athen darf 555 Millionen Euro aus einem eigenen Fonds zur Finanzstabilisierung entnehmen, die der Staat mit Bankaktien erzielte, wie der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) am Dienstag bestätigte.

Nach einem Bericht der griechischen Nachrichtenagentur Ana gab der ESM grünes Licht erst nach Verhandlungen am Wochenende und am Montag, in denen sich herausgestellt habe, dass er selbst keinen Zugriff auf die Summe habe.

Der griechische Fonds war im Jahr 2010 zur Stützung der nationalen Banken eingerichtet worden. Seine Reserven schrumpften inzwischen auf 856 Millionen Euro, von denen nun die 555 Millionen Euro abgezweigt werden sollen.

Athen muss im März noch rund sechs Milliarden Euro an Schulden tilgen, davon 1,5 Milliarden Euro beim Internationalen Währungsfonds. Derzeit ist noch unklar, wie die Regierung das Geld auftreiben will. Ministerpräsident Alexis Tsipras will das Loch durch neue Kurzzeitanleihen stopfen, dagegen stellt sich aber die Europäische Zentralbank.

mik/AFP

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1.
markzwanzig 10.03.2015
Sagte nicht gestern hier noch wer, dass auf einmal irgendwelche Milliarden auftauchen werden?^^ Gut sind keine Milliarden sondern nur ne halbe, aber immerhin ein Anfang, schauen ob da noch mehr "gefunden" wird:-)
2. GR hält EU zum Narren
trevi 10.03.2015
Es ist kaum zu fassen, wie sich die EUrokraten von GR an der Nase herum führen lassen. Wie lange soll dieses elende Spielchen noch dauern ? Welche Pfeifen sind da in Brüssel (un)-tätig, bzw. warum wird nicht der Europ.Bürgerwille umgesetzt und ein Schluß-strich gezogen? Wenn Hr.Junker weiterhin Geld in dieses bodenlose Gr-Fass werfen will, dann soll der dies gefälligst aus luxemburger Konten der Steuerverschieber-Konzern tun.
3. Ein Tropfen auf ...
mellus 10.03.2015
... den heißen Stein. Wieder einmal die "Therapie" der Symptome, mehr nicht. Leider gibt es nur 2 Alternativen einer effektiven Therapie, die Auflösung der gemeinsamen Euro-Zone mit der Möglichkeit der Abwertung der Währungen der Krisenstaaten ODER eine Angleichung der Inflationsraten aller Euro-Staaten, wie es einst vereinbart wurde, also eine Verbesserung des Wettbewerbs durch halbwegs identische Lohnstückkosten. Das würde iB uns und Österreich sehr weh tun. Und das will die Politik vermutlich nicht.
4. Mein Bürgerwille
WwdW 10.03.2015
Zitat von treviEs ist kaum zu fassen, wie sich die EUrokraten von GR an der Nase herum führen lassen. Wie lange soll dieses elende Spielchen noch dauern ? Welche Pfeifen sind da in Brüssel (un)-tätig, bzw. warum wird nicht der Europ.Bürgerwille umgesetzt und ein Schluß-strich gezogen? Wenn Hr.Junker weiterhin Geld in dieses bodenlose Gr-Fass werfen will, dann soll der dies gefälligst aus luxemburger Konten der Steuerverschieber-Konzern tun.
mein Bürgerwille wie sie es bezeichnen, der wäre und das ist ein völlig anderer als ihrer, der dass sie schweigen. Dieses Geld von dem hier die Rede ist ist griechisches Geld und die EU hat da nichts mitzureden. Ich möchte das Griechenland von der EU geholfen wird und die Schulden erlassen. Ebenso Portugal, Spanien, Italien, Irland, Frankreich, Belgien, ...
5. Ich habe nur die ersten 4 Zeilen gelesen...
TheFrog 10.03.2015
...aber das hat mich richtig wach gemacht ! Kann ich auch mal eben ein paar Milliönchen entnehmen. Ich bin auch gerade klamm und zurückzahlen will ich es auch nicht. Gibt es da auch einen Fonds für Steuerzahler, Rentner oder Alleinerziehende, eventuell auch für Familien, die ja besonderen Schutz des Staates geniessen ? (steht im Grundgesetz, eine Verfassung haben wir ja immer noch nicht). Da wäre ich für einen Tipp sehr dankbar.
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