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Gentechnik Monsanto schasst wichtigsten Lobbyisten

Firmenschild von Monsanto: Relative ErfolglosigkeitZur Großansicht
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Firmenschild von Monsanto: Relative Erfolglosigkeit

Er tat, was er konnte - doch es hat nicht gereicht: Der Agrar-Multi Monsanto hat seinen obersten Pressechef in Deutschland entlassen. Der hatte es trotz immensen Einsatzes nicht geschafft, das Image des US-Gentechnikkonzerns zu verbessern.

Hamburg - Der US-amerikanische Agrar-Multi Monsanto hat seinen wichtigsten Strippenzieher in Deutschland vor die Tür gesetzt: Andreas Thierfelder, langjähriger Director Corporate Affairs, hat das Unternehmen nach Informationen des SPIEGEL bereits Ende August verlassen, seine Stelle wurde ersatzlos gestrichen. Thierfelder war der Chef-Lobbyist und das Sprachrohr für den umstrittenen Gentechnik-Konzern in Deutschland.

Seine Entlassung sei Teil einer Umstrukturierung, hieß es beim Unternehmen. Künftig übernehme die Geschäftsführung einige der Bereiche. Als Grund für die Entlassung vermuten Branchenkenner jedoch die relative Erfolglosigkeit von Thierfelders Arbeit: Zwar ist der Chef-Lobbyist ohne Unterlass auf Podiumsdiskussionen und in den Hinterzimmern der Politik aufgetreten.

Gebracht aber hat das kaum etwas, das Image von Monsanto in der Öffentlichkeit ist schlechter denn je. Selbst die Politik lässt inzwischen die Finger von gentechnik-freundlichen Entscheidungen. So hat sich etwa Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner mehrmals gegen eine Patentierung von Pflanzen ausgesprochen und den Anbau der Monsanto-Maissorte Mon 810 untersagt.

Trotzdem seien Deutschland und Europa ein wichtiger Markt, heißt es bei dem Unternehmen. Allerdings würden die Ressourcen jetzt auf Regionen konzentriert, in denen die Akzeptanz von Gentechnik höher sei.

sam

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insgesamt 7 Beiträge
karloo 25.11.2011
"nicht geschafft, das Image des US-Gentechnikkonzerns zu verbessern" Wahrscheinlich gibt es da nicht allzu viel zu verbessern.
"nicht geschafft, das Image des US-Gentechnikkonzerns zu verbessern" Wahrscheinlich gibt es da nicht allzu viel zu verbessern.
gabeso 25.11.2011
Glückwunsch sage ich da nur. Wir ( in Europa, Asien und Afrika) brauchen diesen oder ähnliche Konzerne nicht. Ihr alleiniges Ziel ist es, die Landwirtschaft von ihren Produkten abhängig zu machen. Dies geschieht bereits in großen [...]
Glückwunsch sage ich da nur. Wir ( in Europa, Asien und Afrika) brauchen diesen oder ähnliche Konzerne nicht. Ihr alleiniges Ziel ist es, die Landwirtschaft von ihren Produkten abhängig zu machen. Dies geschieht bereits in großen Stil in Asien, wo genmanipulierter Samen nur einjährig ist. Beim ersten Mal bekommt der Bauer den Samen kostenlos und muss sich dann verpflichten jährlich den neuen Samen bei "Monsanto" zu kaufen. Das sit moderne Sklaverei ! Patente auf Lebensmittel (Samen)? das ist doch krank
cornelius.z 25.11.2011
Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist [...]
Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen? Hier ist der Link zu dem Interviev mit dem Filmemacher Bertram Verhaag zu seinem neuesten Film " Die gekaufte Wahrheit,wie sich die Gentechnik mit Lügen den Weg bahnt " " http://www.alpenparlament.tv/playlis...-den-weg-bahnt
WStrehlow 25.11.2011
war er ganz einfach ein zu schlechter Lügner???
Zitat von sysopEr tat, was er konnte - doch es hat nicht gereicht: Der Agrar-Multi Monsanto hat seinen obersten Pressechef in Deutschland entlassen. Der hatte es trotz immensen Einsatzes nicht geschafft, das Image des US-Gentechnikkonzerns zu verbessern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799964,00.html
war er ganz einfach ein zu schlechter Lügner???
Ex-Kölner 26.11.2011
Das wird's gewesen sein. Fachleute sprechen vom Deutsche-Bahn-Syndrom. Einen Saftladen kann man halt nicht schönreden oder -schreiben.
Zitat von karlooWahrscheinlich gibt es da nicht allzu viel zu verbessern.
Das wird's gewesen sein. Fachleute sprechen vom Deutsche-Bahn-Syndrom. Einen Saftladen kann man halt nicht schönreden oder -schreiben.
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Im Überblick: Die Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes
DPA
Der Anbau von Gentech-Pflanzen beschränkt sich in Deutschland zur Zeit auf die Kartoffelsorte "Amflora" des Chemiekonzerns BASF. Das für die Produktion von industriell verwendeter Kartoffelstärke optimierte Nachtschattengewächs wächst in Mecklenburg-Vorpommern auf einem 15-Hektar-Feld. Daneben finden auch 2010 zahlreiche experimentelle Freisetzungen statt: Auf insgesamt 13 Hektar gedeihen gentechnisch veränderte Zuckerrüben, Mais- und Weizenpflanzen, die von Firmen und Universitäten im Freiland getestet werden, aber nicht kommerziell genutzt werden dürfen. Im Jahr 2008 wurde in Deutschland auf rund 3200 Hektar gentechnisch veränderter Mais des US-Saatgutkonzerns Monsanto angebaut (MON810) - 99 Prozent davon in Ostdeutschland. Der Gentech-Anteil an der gesamten Maisanbaufläche lag bei nur 0,15 Prozent. Seit April 2009 ist der MON810-Anbau in Deutschland verboten. Der umstrittene Gen-Mais soll besser vor dem Schädling Maiszünsler geschützt sein.






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