Steueraffäre Ex-Sparkassenpräsident Fahrenschon muss vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon kommt vor Gericht. Er hatte mehrere Steuererklärungen zu spät abgegeben.

Georg Fahrenschon
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Georg Fahrenschon


Das Amtsgericht München hat einen zweitägigen Strafprozess für Georg Fahrenschon angesetzt. Der ehemalige Sparkassenpräsident kommt wegen Steuerhinterziehung vor Gericht, wie ein Sprecher mitteilte.

Der frühere bayerische Finanzminister und CSU-Politiker hatte seine Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet abgegeben, wie er eingeräumt hatte. Fahrenschon bezog als Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ein sechsstelliges Gehalt, außerdem hatte er mehrere lukrative Aufsichtsratsposten inne. Er hatte wegen der Affäre seinen Spitzenposten bei den Sparkassen räumen müssen (Lesen Sie hier mehr über den Fall).

Nun muss er am 26. April auf der Anklagebank Platz nehmen, das Urteil ist für den 3. Mai geplant.

Der Sparkassen- und Giroverband zählt zu den wichtigen Lobbyorganisationen der Finanzbranche in Deutschland. Er vertritt rund 400 Sparkassen, sieben Landesbanken, die DekaBank, acht Landesbausparkassen und elf Versicherer der Sparkassen. Zu Fahrenschons Vorgängern im Amt des Verbandspräsidenten zählt der spätere Bundespräsident Horst Köhler.

hej/dpa



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