US-Milliardär George Soros gibt Großteil des Vermögens seiner Stiftung

Microsoft-Gründer Bill Gates hat es vorgemacht. Nun folgt ihm laut Medienberichten Investorenguru George Soros. Der US-Milliardär überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung.

Investor George Soros
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Der US-Milliardär George Soros macht es Bill Gates nach. Die Börsenlegende hat Berichten zufolge einen Großteil ihres Vermögens an ihre Stiftung übertragen. Insgesamt handle es sich um 18 Milliarden Dollar, berichteten das "Wall Street Journal" und die "New York Times". Damit sei Soros' Stiftung die zweitgrößte in den USA hinter der Organisation von Microsoft-Gründer Gates. Der Investor besitzt laut der Reichenliste des US-Magazins "Forbes" ein Vermögen von 23 Milliarden Dollar.

Der 87-jährige Soros, der in Ungarn geboren wurde, hatte 1992 ein Vermögen mit Wetten gegen das britische Pfund gemacht. Er unterstützte im Wahlkampf 2016 die demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Soros gilt auch als scharfer Kritiker des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Zuletzt wettete er zudem auf fallende US-Börsenkurse - und damit auf ein Scheitern von US-Präsident Donald Trump.

Bill Gates hat mit seiner Stiftung, die er mit seiner Ehefrau Melinda gegründet hat, einen Grundstein für Nachahmer unter den Reichen gelegt. Die Stiftung setzt sich unter anderem für eine bessere Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern ein und für gleiche Chancen in den USA, etwa beim Schulbesuch. Gates ist nach wie vor der reichste Mensch der Welt. Der 61-jährige Microsoft-Gründer führt mit 86 Milliarden Dollar die "Forbes"-Reichenliste an.

kig/Reuters



insgesamt 60 Beiträge
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arnsloth 18.10.2017
1. Klingt gut - aber
ist mit Sicherheit Steueroptimierung.
tbline67 18.10.2017
2. Es ehrt diese edlen Spender
Aber man darf nicht vergessen, dass dies in den USA auch ein Steuersparmodell ist.... Also ganz sooo selbstlos ist das nicht ;)
hans.langen 18.10.2017
3. Man könnte auch Steuern zahlen und Partner fair behandeln
Wenn die Milliardäre mehr Steuern zahlen und ihre Angestellten und Zulieferer aus den Entwicklungsländern fair bezahlen würden, bräuchte man diese Stiftungen nicht. Bessere Schulbildung und medizinische Versorgung wären dann bereits jetzt Realität. Jetzt entscheidet ein Mann über das Wohl der Menschen und nicht die Menschen selbst. Es ginge auch einfacher.
nic 18.10.2017
4.
Zitat von tbline67Aber man darf nicht vergessen, dass dies in den USA auch ein Steuersparmodell ist.... Also ganz sooo selbstlos ist das nicht ;)
Spender? Er hat doch sein Vermögen nicht gespendet.
jeze 18.10.2017
5. Nachdenken
Mich wundert doch sehr, dass der Begriff „Stiftung“ immer mit etwas gutem bzw. mit Wöhltätigkeit verbunden wird. Eine Stiftung ist ja nichts anderes, als eine Einrichtung, die Geld bekommt um damit einen bestimmten Zweck zu verfolgen. Dieser Zweck muss nicht im geringsten allgemeinnützig sein. Eine Stiftung kann sich genauso dafür einsetzen, die Akzeptanz von TTIP oder Waffenexporten in Krisengebiete zu verbessern. Die Aussage „hat an eine Stiftung gespendet“ sagt genau gar nichts über die Hintergründe aus.
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