Wenig Interesse an Aktien German Startups sagt Börsengang ab

Auch die Verlängerung des Angebotszeitraums hat nicht geholfen: Der Berliner Investor German Startups hat seinen Börsengang erst einmal abgesagt. Das Unternehmen beteiligt sich unter anderem an MisterSpex und SoundCloud.

German-Startups-Gründer Christoph Gerlinger: Bis zu 72 Millionen Euro mit Börsengang einsammeln

German-Startups-Gründer Christoph Gerlinger: Bis zu 72 Millionen Euro mit Börsengang einsammeln


Der Börsengang des Berliner Risikokapitalfinanzierers German Startups Group ist geplatzt. Auch eine Verlängerung des Angebotszeitraums in der vergangenen Woche brachte nicht die erhoffte Nachfrage nach den Aktien, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Ablauf der Zeichnungsfrist mit.

"In diesem Umfeld sieht das Management keine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem angemessenen Kurs an die Börse zu bringen", heißt es in der Mitteilung. Das Unternehmen machte das "fragile Kapitalmarktumfeld" für den geplatzten Börsengang verantwortlich.

German-Startups-Gründer Christoph Gerlinger wollte mit dem Börsengang 54 bis 72 Millionen Euro einsammeln. Die Erlöse sollten zum größten Teil in den Kauf weiterer junger Firmen gesteckt werden. Bei der German Startups Group handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf jungen, schnellwachsenden Unternehmen. Zuletzt waren die Berliner unter anderem am Essenszusteller Delivery Hero, dem Online-Brillenhändler MisterSpex sowie dem Musikdienst SoundCloud beteiligt.

kpa/Reuters/dpa-AFX



insgesamt 6 Beiträge
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MeFFM 22.07.2015
1. Warum sollte man auch
Die Firma ist ein Risikokapitalgeber. Dahinter steckt als noch mehr Risiko als bei anderen Aktien....
monteclara 22.07.2015
2. Einige Investoren haben gelernt
siehe Knorr Capital Partner in 2002. Warben mit fast 1 Milliarde Investionsvolumen bis die Pleite kam. Hatte damals viel Kontakt mit Risikokapitalfirmen. Ein kleiner Teil ist professionell und in Ordnung, der andere Teil ist reine Show um die Investoren abzuzocken. Haben selbst keine Ahnung und manche Investoren noch weniger. Ich schätze "German Startups" gehört zur zweiten Gruppe.
SpitzensteuersatzZahler 22.07.2015
3.
Anstatt das Marktumfeld verantwortlich zu machen - was nebenbei gesagt auch völlig lächerlich ist - sollte er vielleicht die Fehler intern suchen. Vielleicht ist das Geschäftsmodell einfach Mist. Wenn man nicht früh bei nem Startup dabei ist, nimmt man auch nicht mehr viel Wertsteigerung mit. Keine Ahnung wann die Jungs eingestiegen sind bei den Zugpferden, aber es war offensichtlich zu spät.
Art. 5 22.07.2015
4. 400 Mill. Euro für online Windelverkäufer
Zitat von SpitzensteuersatzZahlerAnstatt das Marktumfeld verantwortlich zu machen - was nebenbei gesagt auch völlig lächerlich ist - sollte er vielleicht die Fehler intern suchen. Vielleicht ist das Geschäftsmodell einfach Mist. Wenn man nicht früh bei nem Startup dabei ist, nimmt man auch nicht mehr viel Wertsteigerung mit. Keine Ahnung wann die Jungs eingestiegen sind bei den Zugpferden, aber es war offensichtlich zu spät.
Jetzt sind Sie mir einen Augenblick zuvorgekommen. "Das Unternehmen machte das "fragile Kapitalmarktumfeld" für den geplatzten Börsengang verantwortlich." Das ist wieder so eine abgedroschene, verlogene Floskel, die für die Verlogenheit der gesamten Branche steht. Die Aktienkurse explodieren, Geld ist so billig wie nie zu haben, und dann diese Ausrede. Wenn die Ideen gut sind, lässt sich auch viel Geld damit verdienen, selbst wenn sie ganz simpel sind. Ein Onlineportal, das bspw. Windeln verhökert, wie Windeln.de, hat nach dem Börsengang schon einen Marktwert von 400 Mill. Euro. Da investieren die Anleger lieber selbst in gute Firmen, als das Geld einem selbsternannten Investitionsguru wie Gerlinger hinterherzuwerfen, der sich natürlich für seine Tätigkeit sehr hohe Provisionen zukommen lässt.
Ichbines2 22.07.2015
5. Das Marktumfeld
ist derzeit einfach nur unkalkulierbar. Seit dem sog. Tag der Aktie fallen Aktien, fällt der Dax, ffällt der Euro, crasht Gold, und crasht Öl, crasht China. In der handelsfreien Zeit - wenn ALLE Börsen geschlossen haben - werden die Märkte irgendwie wieder ein wenig hochgezogen, um alsbald wieder zu fallen. Könnte ein Salami-Crash sein, könnte aber auch - wie gebetsmühlenartig tagtäglich von den Gazetten verkündet, demnächst auf 12000 gehen. Welcher Anleger investiert bei Schwankungsbreiten von 1000 Dax-Punkten?
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