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Gewerkschaftskritik Post setzt Lügendetektoren gegen Mitarbeiter ein

DHL-Mitarbeiter in Deutschland: Das Geschäft der Logistiksparte floriertZur Großansicht
dapd

DHL-Mitarbeiter in Deutschland: Das Geschäft der Logistiksparte floriert

Wie weit darf ein Unternehmen bei der Bekämpfung interner Betrugsfälle gehen? Die Deutsche Post setzt laut einem Zeitungsbericht bei Mitarbeitern ihrer Logistiksparte in einigen Ländern offenbar Lügendetektoren ein - sehr zum Ärger der Gewerkschaften.

Bonn/Düsseldorf - Die Deutsche Post setzt offenbar Tests mit Lügendetektoren gegen Mitarbeiter im Ausland ein. Das habe der Personalvorstand des Bonner Konzerns, Walter Scheurle, in einem Brief an die Gewerkschaftsdachorganisation UNI Global Union eingeräumt, berichtet das Magazin "Wirtschaftswoche". "Lügendetektoren werden in Ländern verwendet, in denen der Einsatz legal ist, und nur bei außergewöhnlichen Umständen", zitiert das Blatt den Manager.

Als Beispiel habe Scheurle Kolumbien genannt, wo es Konflikte mit Milizen und Drogenkartellen gibt. Der Einsatz von Lügendetektoren sei in einer internen Richtlinie geregelt und begrenzt.

Die internationale Organisation UNI Global Union, zu der auch die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gehört, hatte laut "Wirtschaftswoche" zuvor protestiert: "Die Beschäftigten der Deutschen Post DHL in Panama, Costa Rica, Kolumbien und Südafrika wurden gezwungen, sich Lügendetektortests zu unterziehen."

Konkret soll es um den Fall eines DHL-Mitarbeiters in Kolumbien gegangen sein. Dieser habe sich wegen 22 fehlender USB-Sticks einem Test mit Lügendetektor unterziehen müssen.

Schon früher hatte es von Gewerkschaftsseite Kritik an den Arbeitsbedingungen bei DHL im Ausland gegeben. Dabei ging es auch um die Lügendetektoren. DHL ist die Logistiksparte der der Deutschen Post Chart zeigen und beschert dem Konzern regelmäßig gute Ergebnisse. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 275.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern.

stk/dpa

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insgesamt 25 Beiträge
Magnolie5 17.09.2011
Diebische Mitarbeiter koennen einer Firma hohe Schaeden zufuegen und ein Arbeitgeber muss sich dagegen wehren duerfen. Wie waere es mit Videoueberwachung und Taschenkontrolle ( Personal muss natuerlich ueber die Videoueberwachung [...]
Diebische Mitarbeiter koennen einer Firma hohe Schaeden zufuegen und ein Arbeitgeber muss sich dagegen wehren duerfen. Wie waere es mit Videoueberwachung und Taschenkontrolle ( Personal muss natuerlich ueber die Videoueberwachung informiert werden, sie duerfen nicht heimlich eingesetzt werden). -das dient doch schon zur Abschreckung. Befragungen mittels Luegendetektoren sind schon krass, selbst die Polizei ist von dieser Technik nicht mehr vollkommen ueberzeugt und es gab in den USA Justizfaelle, da wurde der Test nicht anerkannt.
AusVersehen 17.09.2011
Darf sich die Wirtschaft eigentlich alles erlauben? Was haben wir blos für bürgerferne Gesetze, dass soetwas nicht bestraft wird? Kameraüberwachung, Lügendetektoren und das alles für miese Löhne. Das ist Wirtschaftsfaschismus [...]
Darf sich die Wirtschaft eigentlich alles erlauben? Was haben wir blos für bürgerferne Gesetze, dass soetwas nicht bestraft wird? Kameraüberwachung, Lügendetektoren und das alles für miese Löhne. Das ist Wirtschaftsfaschismus pur! Wenn die sogenannte "Elite" Europas nicht langsam zur Vernunft kommt, dann befürchte ich, wird das eines Tages blutig enden. Es wäre nicht das erste mal, dass sich das Volk gegen die Obrigkeit auflehnt und es wird auch nicht das letzte mal in der Menschheitsgeschichte sein. Aber wie immer kommt niemand zur Vernunft, bevor das Chaos beginnt. Erst dann, wenn die ersten "Eliten" sammt ihren Familien an Straßenlaternen baumeln, wird das Gejammer losgehen. Wie gesagt, ist wäre nicht das erste mal und würde nicht das letzte mal sein. Besser man kommt jetzt zur Vernunft, solange es noch nicth zu spät ist!
zynik 17.09.2011
Kurz und knapp: Ja, dürfen sie. Und jene Arbeitgeber die sich noch nicht angepasst haben, können schnell dazulernen: http://www.schreiner-praxisseminare.de/seminare/seminar/die-kuendigung-stoerender-arbeitnehmer/
Zitat von AusVersehenDarf sich die Wirtschaft eigentlich alles erlauben? Was haben wir blos für bürgerferne Gesetze, dass soetwas nicht bestraft wird? Kameraüberwachung, Lügendetektoren und das alles für miese Löhne. Das ist Wirtschaftsfaschismus pur!
Kurz und knapp: Ja, dürfen sie. Und jene Arbeitgeber die sich noch nicht angepasst haben, können schnell dazulernen: http://www.schreiner-praxisseminare.de/seminare/seminar/die-kuendigung-stoerender-arbeitnehmer/
beobachter48 17.09.2011
alles was ehrlichen Menschen, ob Mitarbeiter oder Kunden, nützt hat meine vollste Unterstützung. Wahrscheinlich kennen die schon ihre Pappenheimer. Dazu gehört natürlich auch die Vorratsdatenspeicherung, Handyüberwachung oder eben [...]
alles was ehrlichen Menschen, ob Mitarbeiter oder Kunden, nützt hat meine vollste Unterstützung. Wahrscheinlich kennen die schon ihre Pappenheimer. Dazu gehört natürlich auch die Vorratsdatenspeicherung, Handyüberwachung oder eben der Einsatz von Lügendetektoren. Die Gewerkschaft steht wohl wieder auf Seiten derer, dies mit der Ehrlichkeit u.Gesetzen nicht so genau nehmen?
Borella 17.09.2011
Man sollte besser fragen: Muss sich die Wirtschaft alles gefallen lassen ? Denn die Leidtragenden sind wir Bürger und Konsumenten, die die Diebstähle und Betrügereien letztendlich mitbezahlen müssen. Und komme mir keiner mit den [...]
Zitat von AusVersehenDarf sich die Wirtschaft eigentlich alles erlauben? Was haben wir blos für bürgerferne Gesetze, dass soetwas nicht bestraft wird?
Man sollte besser fragen: Muss sich die Wirtschaft alles gefallen lassen ? Denn die Leidtragenden sind wir Bürger und Konsumenten, die die Diebstähle und Betrügereien letztendlich mitbezahlen müssen. Und komme mir keiner mit den Gewerkschaften, die in den eigenen Verwaltungsstellen mit Dieben kurzen Prozess machen, nämlich fristlose Kündigung. Und...ja ja, ich weiß, die Banken, und der Mindestlohn, und H4, und und und.. aber das sind wieder ganz anderen Themen, um die es hier nicht geht.
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