Amsterdam - Schlechte Nachrichten für die Beschäftigten von Philips: Der niederländische Elektronikkonzern will 4500 Arbeitsplätze streichen. Dies sei "ein bedauerlicher, aber unvermeidlicher Schritt", sagte Konzernchef Frans van Houten. Damit sollen 800 Millionen Euro eingespart werden. Philips müsse "agiler, schlanker und wettbewerbsfähiger" werden.
Etwa 1400 der angekündigten Stellenstreichungen sollen in den Niederlanden anfallen. Dies mache etwa zehn Prozent des dortigen Personalbestands aus, teilte der Gewerkschaftsbund FNV mit. Betroffen seien vor allem Stellen im Management sowie in Abteilungen für Personal und IT. Wie der Stellenabbau andere Philips-Standorte treffen wird - darunter möglicherweise auch in Deutschland -, blieb zunächst unklar.
Das Unternehmen musste für das dritte Quartal einen herben Gewinneinbruch verkünden. Mit 74 Millionen Euro verdiente der Konzern 86 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (524 Millionen Euro). Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte Philips
sinkende Verkaufszahlen und rote Zahlen bei einem Gemeinschaftsunternehmen in der Fernsehgerätesparte. Der Umsatz ging um 1,3 Prozent auf 5,39 Milliarden Euro zurück.
Vor drei Monaten hatte der Konzern sogar einen Verlust von 1,345 Milliarden Euro für das zweite Quartal gemeldet, nach einem Gewinn von 262 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
mmq/dpa
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