Konsumklima Ukraine-Krise verunsichert deutsche Verbraucher

Ein anziehender Arbeitsmarkt, passable Tarifabschlüsse, niedrige Inflation: Die Voraussetzungen für steigenden Konsum sind eigentlich gut. Dennoch stagniert der entsprechende Index - so mancher Verbraucher ist wegen der Ukraine-Krise beunruhigt.

Einkaufswagen (Archivbild): Konsum stagniert trotz guter Konjunktur
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Einkaufswagen (Archivbild): Konsum stagniert trotz guter Konjunktur


Nürnberg - Die Ukraine-Krise beginnt die Verbraucher in Deutschland zu verunsichern. Bei der Konsumstimmung zeigten sich erste Auswirkungen, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit.

So verharre der Konsumklimaindex für Mai bei 8,5 Punkten. Damit ist der seit Mitte 2013 anhaltende Aufwärtstrend beim Konjunkturindikator zum Stillstand gekommen. "Offenbar zeigen die Ereignisse in der Ukraine erste Wirkungen", erläuterte die GfK den April-Wert. "Die Annexion der Krim durch Russland sowie die Eskalation in der Ostukraine lassen einen Teil der Konsumenten befürchten, dass die spürbare konjunkturelle Erholung beeinträchtigt werden könnte."

Die sehr guten Rahmenbedingungen im Inland - wie ein stabiler Arbeitsmarkt und moderate Inflation - würden dadurch überlagert, analysierten die Konsumforscher. Dies wirke sich auch auf die Anschaffungsneigung aus: Der Indikator gab im April die deutlichen Zugewinne aus dem Vormonat wieder ab. Im Gegenzug stieg die Sparneigung auf weiterhin sehr niedrigem Niveau an.

Ausgesprochen optimistisch sind die Deutschen der repräsentativen Studie zufolge bei der Einkommenserwartung. Sie erreichte den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Die Beschäftigten gingen davon aus, dass es in diesem Jahr zu deutlichen Lohnsteigerungen komme, erläuterte die GfK. Auch die niedrige Inflation sorge für mehr Geld im Portemonnaie.

ssu/dpa

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
cxcx386 29.04.2014
1. optional
Was ist das für ein Quatsch? Die Leute kaufen doch wegen der Ukraine Krise nicht weniger sondern weil alles teurer wird aber man eben NICHT wie es der Artikel suggerieren möchte mehr verdient. Erinnert mich an diese tollen Studien die mir weissmachen wollen jeder Deutsche verdiene 3000 Euro NETTO im Monat. Klar, die Mehrheit der Deutschen arbeiten mittlerweile in 2 Jobs oder fischen Leergut aus Mülleimern weil sie Langeweile haben! Man könnte schon fast darüber Lachen, wenn es nicht so verdammt traurig währe.
indy555 29.04.2014
2. Kann ich nicht nachvollziehen!
Wie kommt man zu der Erkenntnis, das stagnierender Konsum mit der Ukraine zu tun haben soll? Ich kenne nicht mal ein Ukrainisches Produkt. Deutsche interessiert es auch nicht die Bohne, das Kinder wie Tiere in Bangladesch gehalten werden, um den tollen Guccipullover zu fertigen, zig tausende km² Regenwald für Zucker abgeholzt werden, wir durch krankes Fleisch aus absolut indiskutabler Tierhaltung immer kranker und fetter werden... Also los...Konsum, Konsum,Konsum
angularm 29.04.2014
3. Blödsinn
Da kann ich mich den ersten Kommentaren nur anschließen. Das ist billigste Pressesprecherlogik, aktuelle Wirtschaftszahlen mal eben aktuellen politischen Schlagzeilen zu verknüpfen. Ich hoffe bei der GfK arbeiten auch Leute mit Sachverstand.
yogibimbi 29.04.2014
4. erste Bürgerpflicht
naja, vielleicht kommen die Bürger ja auch langsam auf den Trichter, dass sie eigentlich schon so ziemlich alles haben, was sie brauchen, und sich die Bude nicht mit noch mehr Ramsch zustellen wollen, bloss, damit die Wirtschaft brummt.
thea21 29.04.2014
5. Blick in die Glaskugel
Am Erstaunlichsten ist, dass das Gros der Mainstreammedien jeden Monat die Glaskugelprognosen einer GfK überhaupt für berichtenswert halten - dabei handelt es sich hier um die klassische Form von Voodoo-Economics: Einer Form von -weit von jeden wissenschaftlichen Standards entfernter- Prognostik, die sich meist schon innerhalb des Veröffentlichungsmonats regelmäßig selbst widerlegt.
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