Rohstoffkonzern Glencore spart zehn Milliarden Dollar ein

Die Sparmaßnahmen beim Konzern Glencore treffen die Aktionäre: Das Unternehmen streicht Dividende und Halbjahresausschüttung. Die Händler an Europas Börsen sind begeistert, die Aktie schießt um rund acht Prozent in die Höhe.

Glencore-Logo vor Firmengebäude in der schweizerischen Stadt Baar: Preiskampf
REUTERS

Glencore-Logo vor Firmengebäude in der schweizerischen Stadt Baar: Preiskampf


Der schweizerisch-britische Bergbaukonzern Glencore reagiert auf den Wertverlust seiner Aktien. Das Unternehmen kündigte am Montag eine Kapitalerhöhung um 2,5 Milliarden Dollar an. Zudem werden die Jahresenddividende 2015 sowie die Halbjahresausschüttung 2016 gestrichen. Das soll weitere rund 2,4 Milliarden Dollar einsparen.

Außerdem will der Konzern Geschäfte im Umfang von zwei Milliarden Dollar verkaufen. Ziel ist es, die Schulden von knapp 30 Milliarden Dollar um gut ein Drittel zu senken, da diese angesichts sinkender Gewinne zu einer größeren Bedrohung geworden sind.

Glencore-Papiere setzten nach den Ankündigungen an Europas Börsen zu einem Höhenflug an: Sie führten am Montag mit einem Aufschlag von mehr als siebeneinhalb Prozent den Aktienindex Stoxx Europe 50 an. In London schossen Glencore-Anteile sogar um 11,8 Prozent in die Höhe.

Der Wert der Glencore-Aktien ist in diesem Jahr bereits um die Hälfte gesunken. In der vergangenen Woche musste Glencore den bisher höchsten Wochenverlust seit dem Börsengang 2011 hinnehmen.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zudem jüngst wegen der schlechten Entwicklung bei Glencore ihren Ausblick für die Bonitätseinstufung des Unternehmens auf negativ gesetzt. Rohstoffkonzerne kämpfen angesichts der Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in China mit einem Preisverfall.

bos/dpa/Reuters

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