Teure Übernahme Bergbauriese Glencore Xstrata schreibt Milliarden ab

Niedrigere Preise für Rohstoffe und eine teure Fusion belasten Glencore Xstrata. Der neue Bergbauriese muss für das erste Halbjahr einen Verlust von fast neun Milliarden Dollar hinnehmen. Vor allem der niedrigere Wert von Minenanlagen drückte auf das Ergebnis.

Glencore-Logo am Firmensitz in Baar: Verlust von fast neun Milliarden Dollar
REUTERS

Glencore-Logo am Firmensitz in Baar: Verlust von fast neun Milliarden Dollar


Baar - Auf Euphorie folgt Ernüchterung: Kurz nach dem Kauf von Xstrata muss der neue Rohstoffgigant Glencore Milliarden auf Geschäfte des übernommenen Konkurrenten abschreiben. Allein bei Minenanlagen von Xstrata musste der Wert um 7,7 Milliarden Dollar nach unten berichtigt werden, teilte Glencore Xstrata am Dienstag mit. Daneben machte sich ein Preisrutsch bei einigen Rohstoffen bemerkbar.

Für das erste Halbjahr 2013 verbuchte das Unternehmen aus dem schweizerischen Baar einen Verlust von 8,9 Milliarden Dollar (6,67 Milliarden Euro). Glencore Xstrata verwies darauf, dass die Wertermittlung des fusionierten Konzerns bereits im September 2012 vorgenommen worden sei. Bis zum Abschluss der Fusion sei der Wert des gemeinsamen Konzernbesitzes gesunken. Unter anderem seien die Preise für Metallrohstoffe massiv gefallen.

Ohne Berücksichtigung der Abschreibungen kommt Glencore Xstrata in den ersten sechs Monaten auf einen Gewinn von 2,04 Milliarden Dollar. Das lag noch über den Schätzungen am Markt. Der Umsatz sank indes um zwei Prozent auf 121,4 Milliarden Dollar. Wegen des Preisverfalls bei Rohstoffen haben seit Jahresanfang zahlreiche Bergbaukonzerne weltweit hohe Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Integration von Xstrata laufe besser als erwartet, teilte Glencore mit. Die Einsparungen und Synergien dürften deutlich höher ausfallen als bisher mit 500 Millionen Dollar jährlich angenommen. Bereits vor der 30 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Xstrata war Glencore der weltgrößte Rohstoffhändler. Das neue Unternehmen kontrolliert auch weite Teile der Erzeugung von Kohle, Nickel, Zink und Kupfer. Es hält Anteile an 35 Kohlebergwerken in Kolumbien, Afrika und Australien.

yes/dpa/Reuters



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
gast2011 20.08.2013
1. eine weitere Firma
Zitat von sysopREUTERSNiedrigere Preise für Rohstoffe und eine teure Fusion belasten Glencore Xstrata. Der neue Bergbauriese muss für das erste Halbjahr einen Verlust von fast neun Milliarden Dollar hinnehmen. Vor allem der niedrigere Wert von Minenanlagen drückte auf das Ergebnis. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/glencore-xstrata-muss-7-7-milliarden-dollar-abschreiben-a-917520.html
die mit Raubbau und Versklavung das Ende der Menschheit vorantreibt. Und mit ihren Mafiamethoden nicht mal Steuern bezahlen muss. Die Elite muss gestoppt werden!
Steuerzahler0815 20.08.2013
2.
Zitat von gast2011die mit Raubbau und Versklavung das Ende der Menschheit vorantreibt. Und mit ihren Mafiamethoden nicht mal Steuern bezahlen muss. Die Elite muss gestoppt werden!
Wenn sie einen Computer besitzen machen sie genauso mit beim Raubbau. Sie müssten also genauso gestoppt werden!
enricovii 20.08.2013
3. Es wird bessere Zeiten geben
Ich bin der Überzeugung, dass sie wieder dick Gewinne erwirtschaften werden, und bin deshalb schon vor der Fusion Aktionär geworden. Die Kritik der Versklavung ist absolut nicht nachzuvollziehen. Hier schafft ein Unternehmen Arbeitsplätze, so dass die Leute ihr Einkommen haben. Diese Übertreibungen sind völlig weltfremd.
mischpot 20.08.2013
4. Das sind die Millionengehälter
vieler Glencore Mitarbeiter schon berücksichtigt.
Jonny_C 20.08.2013
5. Was....
Zitat von gast2011die mit Raubbau und Versklavung das Ende der Menschheit vorantreibt. Und mit ihren Mafiamethoden nicht mal Steuern bezahlen muss. Die Elite muss gestoppt werden!
...ist das denn für ein Quatsch ? Zurück zur Natur, auf die Bäume ihr Affen, oder was meinten Sie damit. Ohne Rohstoffe gibt es keinen Fortschritt. Ohne Rohstoffe können keine 7 Milliarden Menschen ernährt werden. Welche Elite soll das sein, wer wird versklavt ? Erklären Sie sich bitte, mit Argumenten und Quellenangaben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.