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Nachhaltigkeit: Fairtrade führt Siegel für Gold ein

Die Arbeitsbedingungen vieler Goldminenarbeiter sind schlecht. Die Organisation Fairtrade will deshalb nach SPIEGEL-Informationen fair gehandeltes Gold mit ihrem Logo kennzeichnen - und so einen Mindestpreis und bestimmte Standards sichern.

Goldklumpen aus Mine von der Elfenbeinküste: Siegel für fairen Handel Zur Großansicht
REUTERS

Goldklumpen aus Mine von der Elfenbeinküste: Siegel für fairen Handel

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft will Fairtrade Deutschland auch fair gehandeltes Gold mit seinem Logo kennzeichnen. "Wir wollen mit der Einführung des Siegels bessere Bedingungen für die Minenarbeiter und ihre Familien erreichen", sagte Claudia Brück von Fairtrade dem SPIEGEL.

Denn nur, wer Gold aus Minen bezieht, die bestimmte Standards in puncto Sicherheit und Umwelt einhalten, wer einen Mindestpreis sowie einen Fairtrade-Aufschlag zahlt, darf sich das Siegel in den Schmuck stempeln. "Das heißt momentan, dass Fairtrade 95 Prozent des Londoner Goldpreises sowie 2000 Dollar pro Kilo Gold vorschreibt", sagt Brück. Kunden können so in Zukunft gezielt nach Schmuck fragen, für dessen Herstellung weder Menschen, Tiere noch die Umwelt leiden mussten.

(Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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insgesamt 5 Beiträge
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1. schnapsidee
minsk60 21.08.2015
nur der kleinste Teil des gehandelten Goldes stammt aus der aktuellen Produktion. Da Gold sich ja nunmal durch seine große Haltbarkeit auszeichnet und beliebig oft umgeschmolzen werden kann, wird der Juwelier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit "Altgold" arbeiten. Die Preise orientieren sich auch nur an Angebot und Nachfrage und kennen auch keine Mindesthöhe.
2. Nachhaltigkeit
danielc. 21.08.2015
Das ist ein guter Ansatz. Zusätzlich gehört Gold aufgrund seiner hohen Wiederverwertungsquote zu den nachhaltigsten Metallen. Zumindest wenn man von eingebackenen Eheringen absieht.
3. tolle Geschäftsidee!
AllesKlar2014 21.08.2015
Jetzt auch Gold. Kenne kleine Kaffeebauern in Äthiopien, die sich die teuren Mitgliedsgebühren (Genossenschaftlich organisierte Beiträge) für das fair trade Logo nicht mehr leisten können. Wär mal fair wenn uns fairtrade mal sagt, was mit dem ganzen Geld passiert. Im Prinzip ist das ein Money making Licensing Produkt für das viele zahlen. Weil "fair" nun mal irgendwie gut ist. Ist wie die FIFA, die macht mit "Fussball" - will auch jeder sehen.
4. dreckiges Geschäft
Sabin Chen 22.08.2015
da bereichern sich doch wieder die Falschen.. die Minenarbeiter sollten aufständisch alles zerschlagen, die großen Bosse rausschmeissen, ihr Gold allein fördern und den Gewinn in ihr Land investieren..aber was red' ich
5. Halte ich für einen absoluten Schwindel
gabrielle.buchholz 22.08.2015
Wenn Gold zu einer Legierung geschmolzen ist kann man die Herkunft nicht mehr ermitteln . Und nur legiertes Gold wird zu Schmuck verarbeitet. Die Goldschmiedewerkstätten und Schmuckwarenfabriken beziehen Ihr Gold ausschließlich von den Scheideanstalten und diese wiederum legieren aus recyceltem Material und Feingold. Ein Certificat kann die spätere Herkunft nicht zweifelsfrei garantieren ! Im Übrigen sind Juweliere in der Regel "Fachhändler" und keine Hersteller.
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