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Preisverfall: Experten sehen Ende des Gold-Booms

Es ist der größte Kursrutsch seit der Lehman-Pleite: Die Preise für Gold und Silber sinken rasant, die Commerzbank spricht gar von einem "panikhaften Ausverkauf". Analysten rechnen nun mit einem Ende des Edelmetall-Booms.

Goldbarren in einem Geschäft in Jakarta: Als Anti-Inflationswährung weniger attraktiv Zur Großansicht
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Goldbarren in einem Geschäft in Jakarta: Als Anti-Inflationswährung weniger attraktiv

London - Der Kursverfall bei den Preisen für Gold Chart zeigen und Silber Chart zeigen setzt sich zum Wochenbeginn fort. Am Montag sank der Preis für eine Feinunze Gold zeitweise um sieben Prozent auf 1398 Dollar. Damit näherte sich das Edelmetall dem stärksten Kursrutsch innerhalb von zwei Tagen seit 1983. Silber sank zeitweise sogar um zehn Prozent und notierte am Nachmittag bei 23,56 Dollar.

Erst am Freitag war der Goldpreis an der New Yorker Rohstoffbörse unter die Marke von 1500 Dollar gesunken. Als ein Grund gelten Anzeichen für eine vorzeitige Straffung der US-Geldpolitik. Sollte die US-Notenbank Fed ihr Anleihe-Ankaufprogramm zurückfahren und die Europäische Zentralbank an ihrer bisherigen Geldpolitik festhalten, sinke die Wahrscheinlichkeit einer anziehenden Teuerung deutlich, sagte ein Börsianer. Damit werde Gold als "Anti-Inflationswährung" weniger attraktiv.

Angesichts der Kurseentwicklung geht eine wachsende Zahl von Analysten davon aus, dass der langjährige Anstieg der Edelmetallpreise beendet sein könnte. Rohstoffexperten der Commerzbank sprachen von einem "panikhaften Ausverkauf bei Gold und Silber". Der Analyst Ekkehard Link von der Essener National-Bank bezeichnete die Entwicklung als "Massaker an den Rohstoffmärkten".

Auch Stahlwerte gerieten am Montag erneut massiv unter Druck und verbuchten bis zum Mittag zum Teil herbe Verluste. Die Aktien von ThyssenKrupp Chart zeigen rutschten um 3,20 Prozent auf 13,47 Euro und damit den tiefsten Stand seit Juli 2012. Die Titel des Stahlhändlers Klöckner & Co. Chart zeigen sanken um 2,81 Prozent.

"Der Ausverkauf vom Freitag geht weiter", sagte die Händlerin Sarah Brylewski von Gekko Markets. "Nachlassende Inflationssorgen, Wachstumssorgen um die USA bei gleichzeitiger Befürchtung einer restriktiveren Geldpolitik sowie Daten aus China lasten auf den Edelmetallpreisen."

dab/dpa/Reuters

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insgesamt 187 Beiträge
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1. Ganz ruhig bleiben
hassowa 15.04.2013
Ich habe vor ein paar Jahren einige Kg zum Preis von 19.000 Euro gekauft. Da ist noch viel Luft. Wenn der Preissturz jetzt seinen Boden erreicht, steige ich wieder kräftig ein. Die nächste Rettungsaktion der EU steht schon vor der Tür. Es gibt genügend Kandidaten in der Warteschlange.
2. Tausche Papier gegen Gold!
freethefreedomofpress, 15.04.2013
Wer glaubt, dass dieser Kurssturz lediglich mit dem bißchen angekündigten Verkauf von Goldreserven in Zypern zusammenhängt, sollte sich das nochmal genau durchrechnen. Ich freue mich jedenfalls darauf, endlich bald für erschwingliche Mengen Monopolygeld meine ersten Goldmünzen kaufen zu können!
3. Und was ist mit Zypern?
lostineu 15.04.2013
Sie haben einen wichtigen Aspekt vergessen. Zypern soll seinen Goldschatz verkaufen. Das fordert die Troika. Seit die ersten Details am Freitag durchsickerten, fällt der Goldpreis. Die Märkte reagieren nämlich doch auf den skandalösen Zypern-Deal, nur diesmal eben die Rohstoffmärkte und nicht die Anleihen. http://lostineu.eu/zypern-deal-druckt-goldpreis/
4. Nachlassende Inflationssorgen
sitting-bull 15.04.2013
Sie lügen doch wie gedruckt. Nein, sie drucken doch ungehemmt. Was sollte da nachlassen? Der grund für den Preisverfall wird eher in einem Ereignis wie die Lehmann-Pleite sein, jemand braucht massiv Geld und verkauft daher sein Papiergold.
5.
b.oreilly 15.04.2013
na wenn die Experten dass so sagen, dann werde ich mal gleich flinke Beene machen und mich mit Gold eindecken. Wobei, man kann auch noch getrost ein paar Wochen warten. Nach unten ist noch Luft auf ca. 1300 $. Gelackmeiert sind mal wieder die Kleinanleger!
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