Kursstürze an Börsen Goldman-Sachs-Chef rät von Investitionen in China ab

"Unbeholfen" und "schludrig" habe China in der Börsenkrise agiert. Das kritisiert der Chef der US-Bank Goldman Sachs in einem Interview. Lloyd Blankfein würde derzeit nicht in China investieren.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein (Archiv): Eingriffe Pekings "unbeholfen"
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Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein (Archiv): Eingriffe Pekings "unbeholfen"


Lloyd Blankfein, der Chef der US-Großbank Goldman Sachs, hat der chinesischen Führung vorgeworfen, in der Börsenkrise schlechte Finanz- und Wirtschaftspolitik betrieben zu haben. Die Eingriffe Pekings zur Stabilisierung der Börsen seien "unbeholfen" und "schludrig" gewesen, sagte Blankfein dem "Wall Street Journal". "Sie haben nicht viel Erfahrung mit solchen Markt-Angelegenheiten", sagte er. Er würde "derzeit nicht in China investieren", fügte Blankfein hinzu.

Nach einem heftigen Auf und Ab an den chinesischen Börsen hatte die Regierung in Peking zuletzt ein ganzes Bündel von Maßnahmen ergriffen, um die Märkte zu beruhigen und die Wirtschaft anzukurbeln. Blankfein sagte dazu, die chinesische Führung kenne "die Probleme", Änderungen seien aber "schwer".

Goldman Sachs hat kürzlich geschätzt, dass die chinesische Wirtschaft derzeit lediglich rund sechs Prozent pro Jahr zulegt. Offiziell nennt China für das erste und zweite Quartal 2015 jeweils sieben Prozent Wachstum. Auch wenn die chinesischen Zahlen zutreffen, handelt es sich um das geringste Wachstum seit 1990. Das befeuert die Angst vor einer Konjunkturabkühlung, die die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnte.

mka/AFP

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insgesamt 42 Beiträge
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LK1 17.09.2015
1. Die Goldmänner sind als
...in China und brauchen jetzt dringend ein Heer von Anlegern, die nun ihre Aktien und Fondsanteile verkaufen. Habe ich sonst noch was überlesen? Irgendwie nicht.
hubertrudnick1 17.09.2015
2. Goldman-Sachs-Chef....
........rät von Investitionen in China ab, oh wie toll, wer sich auf dieses Bank verlässt, der ist schon verlassen. Jeder sollte sich ständig überlegen wo er investiert, aber bitte nicht auf solche vermeintlichen Heilsbringer hören. Ja, in China ist es dringent notwendig, dass man die Wirtschaft und das Finanzwesen von Kopf auf die Füße stellt. Vieles ist nur mit Luftblasen gefüllt und ihre Wirtschaft agierte solange profitable, bis der Dreck an die Oberfläche kam, man wollte immer die Sahne abschöpfen und mit dem hinterlassenem Chaos nichts zu tun haben. China ist nach wie vor ein sehr großer Markt, nur wachsen dort auch nicht die Bäume unbeschwert in den vermeintlichen Profithimmel.
mali123 17.09.2015
3. gerade einem
von goldman sachs würde ich glauben.... da kann ich ganuso gut auch dem teufel meine seele anvertrauen im glauben er würde sie gut verwahren....
tommit 17.09.2015
4. Goldman Sachs
Angelsachische Gewinngarantie mit besserer Beseitigung sozialer wie volkswirtschaflicher Kollateralschäden
kartackel 17.09.2015
5. Was der läuft..
..immer noch frei rum?! Schöne Welt! An dieser Stelle auch nochmal ein herzliches DANKE für Griechenland....
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