Spitzengehalt Goldman-Sachs-Chef verdient 23 Millionen Dollar im Jahr

Lloyd Blankfein dürfte der bestbezahlte Bankmanager der Welt sein: Der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs hat inklusive Boni 2013 wohl rund 23 Millionen Dollar verdient - gut zehn Prozent mehr als im Jahr davor.

Lloyd Blankfein beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Verdiente mal 68,5 Millionen
REUTERS

Lloyd Blankfein beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Verdiente mal 68,5 Millionen


New York - Bei Goldman Sachs wird gespart, nicht aber am Gehalt von Lloyd Blankfein. Der Chef der US-Investmentbank könnte im vergangenen Jahr insgesamt 23 Millionen Dollar verdient haben, wie die "New York Times" und die "Financial Times" ("FT") unter Berufung auf bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichte Dokumente des Kreditinstituts berichten. Blankfeins Einkommen hätte sich damit um gut zehn Prozent im Vergleich zu 2012 gesteigert.

Das üppige Plus überrascht angesichts des schwachen Anleihegeschäfts von Goldman. Die Bank konnte den Gewinn zwar im vergangenen Jahr steigern, doch in einigen Sparten gab es kräftige Einbußen.Entsprechend sanken die Gehälter der rund 33.400 Mitarbeiter. Im Schnitt verdiente ein Goldman-Banker 383.400 Dollar nach 399.500 Dollar im Vorjahr.

Den Berichten zufolge soll Blankfeins Grundgehalt zwar bei zwei Millionen Dollar stagnieren, hinzu kommen jedoch ein Aktienpaket in Höhe von aktuell 14,7 Millionen Dollar und weitere geschätzte 6,3 Millionen Dollar als Barauszahlung, wie die "FT" schreibt. Die Bank wollte sich der "New York Times" zufolge nicht zu den Zahlen äußern.

Blankfein würde mit insgesamt 23 Millionen Dollar mehr verdienen als der Chef von JP Morgan Chase, Jamie Dimon. Das Einkommen des Spitzenbankers lag der "FT" zufolge im vergangenen Jahr bei 20 Millionen Dollar - was immerhin einem Plus von 74 Prozent verglichen mit dem Vorjahr entspricht.

Blankfein hätte angesichts seines womöglich besten Gehalts an der Wall Street also allen Grund zur Freude, doch zwei Punkte trüben das Bild: Zunächst darf der Bankmanager sein momentan fast 15 Millionen Dollar schweres Aktienpaket nicht veräußern, erst ab 2019. Zweitens dürfte sich Blankfein noch an seine Top-Bezahlungen aus der Vergangenheit erinnern: 2007 - ein Jahr vor dem Höhepunkt der Finanzkrise also - hatte sein Gehalt noch bei sagenhaften 68,5 Millionen Dollar gelegen.

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insgesamt 197 Beiträge
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Freidenker10 31.01.2014
1. optional
Gott sei Dank geht die Party doch weiter, hatte mir schon Sorgen gemacht... ;-)
bcb86 31.01.2014
2. Wenn man bedenkt...
... das Geld einen Gegenwert zu Waren und Dienstleistungen darstellt, dann frage ich mich wie ein einzelner Mensch in einem Jahr Millionen "verdienen" kann... Mir wird schlecht...
Neinsowas 31.01.2014
3. nicht "verdient"....
..., sondern eher legal Anderen gestohlen....
christophe_le_corsaire 31.01.2014
4. Nicht verdienen,
er bekommt sie. Vedient hätten diese Leute mindestens lebenslang Knast.
hasimen 31.01.2014
5. zweierlei
VERDIENEN und BEKOMMEN ist immer zweierlei. Ein lebenslang arbeitender Rentner hat bestimmt mehr verdient, bekommt aber weniger. Der Goldman Sachs Wichtigtuer bekommt zu viel - hat aber weniger verdient. Das ist immer eine Frage des Standpunktes !
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