Milliardenplus Goldman Sachs profitiert von Trump-Rallye an den Börsen

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihren Gewinn im Winterquartal vervierfacht - auf mehr als zwei Milliarden Dollar. Hauptgrund ist der Börsenboom nach der US-Präsidentenwahl.

Goldman-Sachs-Hauptquartier in New York
REUTERS

Goldman-Sachs-Hauptquartier in New York


Gewinnsprung bei Goldman Sachs Chart zeigen: Die US-Investmentbank hat ihren Profit im vierten Quartal 2016 auf 2,2 Milliarden Dollar gesteigert. Im Vorjahr hatte sie in der Zeit von Oktober bis Dezember nur 574 Millionen Dollar verdient. Damals hatten hohe Rechtskosten das Ergebnis belastet.

Goldman Sachs profitierte stark vom Börsen-Boom im Zuge der US-Präsidentschaftswahlen. Die Aussicht auf steigende Zinsen und schnelleres Wachstum durch ein Konjunkturpaket des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hatte die US-Finanzmärkte zum Jahresende kräftig angeschoben.

Das Ergebnis fiel besser aus als von Analysten erwartet, dennoch reagierten Anleger verhalten. Die Aktie pendelte vorbörslich zwischen Plus und Minus, zuletzt notierte der Kurs kaum verändert. Allerdings hatte die Goldman-Aktie nach der Wahl zwischenzeitlich schon um fast 30 Prozent zugelegt.

Im Gesamtjahr 2016 hat Goldman Sachs ebenfalls deutlich mehr verdient. Unterm Strich stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar. Ein Grund dafür waren gesunkene Personalkosten. Zudem profitierte die US-Investmentbank zwischenzeitlich von den starken Kursauschlägen an den Finanzmärkten nach dem Brexit-Votum.

Auch andere Finanzhäuser profitierten von dem Börsenboom. Bei der US-Großbank Citigroup Chart zeigen kletterte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um sieben Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Die Bank Morgan Stanley Chart zeigen konnte ihren Überschuss im vierten Quartal auf 1,5 Milliarden Dollar verdoppeln.

Branchenprimus JP Morgan Chase legte um fast ein Viertel auf 6,7 Milliarden Dollar zu. Bei der Bank of America Chart zeigen gab es ein Gewinnplus von 43 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Nur Rivale Wells Fargo Chart zeigen musste Abstriche machen - hier drückte ein Scheinkontenskandal die Bilanz.

ssu/dpa-AFX/Reuters



insgesamt 8 Beiträge
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palimpalimtim 18.01.2017
1. Cui Bono? Es ist doch immer und immer wieder das Gleiche . . .
Egal wer an der "Macht" ist, tanzt nach der Pfeife der Börse. Trump, Clinton wer auch immer, das Resultät wäre das Gleiche. Zwischen Wall-Streetlern und der Regierung ist eine Türe die zu beiden Seite wie in einem Casino geöffnet ist. Entweder Börsianer beraten die Regierung, und umgekehrt kommen ex-Regierungsmitlieder mit Insider-Wissen an hohe Positionen in Banken. Um dies zu erreichen lügte jede Amerikanische Regieren in allen Belangen. Kriege, innere Sicherheit, soziales Ungleichgewicht ist immer wieder auf Lügen und echte Verschwörungen zurück zuführen die "regierungsnahe" Börsianer aushecken. In dem Buch "Die Lügen Geschichte | Wer die Welt wirklich regiert" wird darauf Bezug genommen, wer in sogenannten NGOs vertreten ist, die jedes Mal Lösungen für Probleme vorschlagen, jene Sie selber initiiert haben, um daraus profit zu schlagen. Goldman Sachs und die üblichen Verdächtigen profitieren seit anbeginng. https://www.amazon.de/Die-Lügen-Geschichte-wirklich-regiert/dp/374181217X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1484750409&sr=8-1&keywords=false+flag
Actionscript 18.01.2017
2. Anleger vorsichtig
Der Boom nach der Wahl war ein anfänglicher Hype, zukünftige Deregulierung, Steuersenkungen waren da im Kopf der Anleger. Das hat GS vermutlich ausgenutzt. Jedoch nicht jeder Anleger war ein Gewinner. Bonds sind abgesackt, was sich auf Renten-bezogene Mutual Funds, die viel Amerikaner haben, negativ ausgewirkt hat. Mittlerweile sind die Anleger vorsichtig geworden und zwar nach Trumps Pressekonferenz. Er hat bisher kein Programm vorgelegt. Auch hat die Fed für dieses Jahr 3 Zinserhöhungen angekündigt. Die USA sind auf Binnenmarkt angewiesen und weniger auf Export. Daher ist abgesehen von niedriger Arbeitslosigkeit hohe Kaufkraft fast noch wichtiger, mit ein Grund, warum Trump von einigen besonders Niedrigverdienern gewählt wurde. Unter Obama jedenfalls sind DJ, Nasdaq und S&P500 stetig gewachsen.
Patrik74 18.01.2017
3. Alles gut.
Wenn es "den Märkten" gut geht, geht es uns allen gut, und deshalb wird die die neue Administration auch alles tun, damit "die Märkte nicht nervös werden". Herrliche Zeiten.
TS_Alien 18.01.2017
4.
Mittlerweile glaube ich, dass die meisten Gründe für ein Auf oder Ab an den Börsen vorgeschoben sind. Wer aktuell Geld an der Börse machen kann, macht es. Dafür gibt es intern sicher ganz genaue Regeln. Er wartet nicht auf irgendwelche Nachrichten oder Ereignisse. Ein Markt wie die Börse, der derart durchsetzt ist von Spekulationen und Wetten, sogar Wetten auf Wetten, hat sich von der Realwirtschaft abgekoppelt. Nachrichten aus der Realwirtschaft haben da nur noch selten Einfluss auf die Kurse.
charlybird 18.01.2017
5. Dieses
Geld ist ein Verdienst aus was ? Im Grunde genommen ist es Chimärengeld, es ist weder übermäßig etwas gekauft, produziert oder geplant worden, nur die Märkte haben ent-und belastend gezuckt. Schade, dass man sie nicht auf das regulieren kann, was sie eigentlich sind, die Märkte, nämlich der Dickdarm der Realwirtschaft.
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