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Datenpanne: Goldman Sachs schickt Kundendaten an falsche Mail-Adresse

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will Google per Gerichtsbeschluss dazu zwingen, eine E-Mail mit streng vertraulichen Kundendaten zu löschen - und hat nun Recht bekommen. Die brisanten Informationen waren aus Versehen an eine falsche Adresse versendet worden.

Goldman-Sachs-Händler: Suche nach der Rechtsgrundlage Zur Großansicht
REUTERS

Goldman-Sachs-Händler: Suche nach der Rechtsgrundlage

New York - Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs sind streng vertrauliche Kundendaten abhandengekommen. Goldman Sachs zufolge wollte der Mitarbeiter die Informationen an einen firmeneigenen Account mit der Domain gs.com schicken. Tatsächlich landete die Mail aber auf einem Google-Konto, das über gmail.com zu erreichen war.

Ein Mitarbeiter einer Vertragsfirma habe die Daten aus Versehen an eine falsche E-Mail-Adresse versandt, erklärte das Unternehmen in einer Klage, die bereits am Freitag in New York eingereicht wurde. Darin verlangt die Bank von Google, die Mail zu löschen. So könne eine "unnötige und massive" Datenschutzverletzung verhindert werden.

Am Donnerstag gab ein Gericht der Investmentbank Recht. Laut Goldman Sachs hat Google die E-Mail daraufhin blockiert. Kundendaten seien nicht verletzt worden. "Google hat uns ebenfalls mitgeteilt, dass auf das fragliche Konto nicht zugegriffen wurde, seit die E-Mail verschickt wurde", sagte ein Sprecher der Bank. Nun will die Bank die vollständige Löschung der Mail erreichen.

mik/Reuters

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insgesamt 55 Beiträge
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1. strengvertrauliche Kundendaten unverschluesselt verschicken?
PeterPe 03.07.2014
Die Bank ist in jedem Fall Schuld, wenn sie strengvertrauliche Kundendaten unverschluesselt verschickt. Eine Email hat etwa die Sicherheit einer Postkarte.
2.
thomas.b 03.07.2014
Die Datenschutzverletzung ist für mein Verständnis schon passiert. Das hilft kein Löschen mehr. Und ob die Mail beim Empfänger gelöscht werden soll, müsste der Empfänger entscheiden.
3. so ein blödsinn
helloworld1 03.07.2014
So wie Banken denken, handeln sie auch. Wäre doch ganz nett mal das Gehirn einzuschalten und den Inhaber der Emailadresse anzuschreiben bzw. sich mal zu überlegen, ob diese Mail nicht bereits weitergeleitet wurde und Gerichtsentscheide daher keinen Sinn mehr machen.
4. Sonderrechte für Reiche
jjumper 03.07.2014
Guten Morgen liebe Leser, warum sollte gerade Goldman & Sachs Sonderrechte bekommen, die keinem anderen Nutzer von Google Gmail zustehen? Weil sie reich sind? Weil es dort nur Looser gibt? Dummheit schützt vor Strafe nicht. Guten Tag aus Freiburg.
5. Hirn einschalten
frutsch 03.07.2014
Mal ein plakativer Vergleich: Ich stecke vertrauliche Unterlagen in einen Umschlag, klebe den falschen Adressaufkleber drauf und versende den Brief mit der Post. Nachdem die Post den Brief zugestellt hat, verlange ich von der Post, dass sie den Brief aus dem Briefkasten des Empfängers wieder herausholt. Ich kann es verstehen, dass Google sich da biestig zeigt.
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