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Goldman-Verhör im US-Senat: Senat quält die Wunderjungs der Wall Street

Von , New York

Elf Stunden dauerte das Kreuzverhör: Vor dem US-Senat mussten sich sieben Goldman-Sachs-Manager für ihre vertrackten Finanzprodukte rechtfertigen - und immer neue Verbal-Attacken aushalten. Doch statt Einsicht zeigten die Banker nur mühsam verhohlen ihre Verachtung für die Politiker.

Das ist er also, der "fabelhafte Fab". Nach zehn Tagen wilder Gerüchte zeigt er sein Gesicht, der Mann im Mittelpunkt des Goldman-Sachs-Skandals. Nach zehn Tagen Gerede über seine kompromittierenden E-Mails, seinen rasanten Lebenslauf, seine "lauten Partys". Nach zehn Tagen, in denen seine Person trotz allem so unscharf geblieben ist wie sein Facebook-Foto: Endlich meldet er sich persönlich zu Wort.

Wenn auch wider Willen. Dass Fabrice Tourre nur deshalb vor dem US-Senat erscheint, weil er erscheinen muss, ist ihm deutlich anzumerken. Zwar gibt er sich betont höflich, sagt "danke" und "bitte" und spricht den Ausschussvorsitzenden mit "Mr. Chairman" an. Doch bei jeder Frage kräuseln sich seine Mundwinkel, und ab und zu entschlüpft ihm ein Seufzer, als wolle er am liebsten wegrennen.

Zu spät. Als die US-Börsenaufsicht SEC Goldman Sachs wegen Betrugs anklagte, klagte sie als einzigen Goldman-Mitarbeiter auch deren Vizepräsidenten Tourre mit an, da er für den inkriminierten Deal verantwortlich zeichnete: Tourre habe seinen Klienten, darunter der deutschen Mittelstansbank IKB, wissentlich ein faules Finanzprodukt angedreht.

Der 31-jährige Franzose war am Dienstag einer von insgesamt sieben Zeugen, die der Untersuchungsausschuss des Senats schon Monate vor dem SEC-Querschlag vorgeladen hatte, um Goldmans Rolle in der Finanzkrise zu klären. Auch Bankchef Lloyd Blankfein war mit dabei. Dank der Klage richteten sich nun aber alle Augen nur auf einen: Fabrice Tourre.

Die Zeugen wurden zu Angeklagten

Nicht zuletzt deshalb wurde die gesamte Anhörung auch schnell zum Schauprozess, der die tiefe Wut auf die Wall Street offenbarte - und die Zeugen wurden zu Angeklagten. Vor allem die Demokraten witterten eine Chance, ein Exempel zu statuieren, um ihre geplante Finanzmarktreform voranzutreiben, die gerade im Senat klemmt.

Der demokratische Ausschussvorsitzende Carl Levin warf den Bankern schon zur Begrüßung "zügellose Gier" vor. Dann wiederholte er ein Dutzend Mal, wie die Goldman-Trader eines ihrer faulen Kreditprodukte genannt hätten, obwohl es für die Verkaufsabteilung "Top-Priorität" gehabt habe: "Beschissener Deal".

"Ich finde nicht, dass wir etwas falsch gemacht haben", erwiderte Dan Sparks unterkühlt, der damalige Vorgesetzte Tourres bei Goldman.

Da kollidierten zwei Weltanschauungen. Auf der einen Seite: Die Wall Street, vertreten durch die Banker, die auf stur schalteten wie "bockige Schuljungen" ("New York Times"). Auf der anderen Seite: Die "Main Street", vertreten durch die populistisch schäumenden Politiker, die den Zeugen immer wieder ins Wort fielen.

Die Banker fühlen sich verfolgt. Das Volk, wie die Politiker, fühlt sich verraten und verkauft.

"So viel Negativität"

So oder so, die fast elfstündige Marathon-Inquisition offenbarte die Vertrauens- und Imagekrise der Wall Street: Ihr größtes Talent ist plötzlich zu ihrem größten PR-Problem geworden - die Kunst, so viel Geld wie möglich zu scheffeln, mit welchen Mitteln auch immer.

Früher wurden die Finanzhaie dafür gepriesen. Heute gilt es als Wurzel allen Übels. "Sie spielen am Markt und besudeln ihn", rief die Demokratin Claire McCaskill, die die Wall Street mit den Casinos von Las Vegas verglich. Woran sich nur ihr republikanischer Kollege John Ensign aus Nevada stieß: In Las Vegas werde das Spiel wenigstens nicht manipuliert.

"So viel Negativität", seufzte Blankfein, der sich und seine Branche trotzig verteidigte, bis es dunkel wurde. Doch selbst der Republikaner John McCain blieb hart: Demonstrativ fragte er Blankfein nach seinem Bonus für 2009 - "neun Millionen Dollar", gab der stotternd zu. Viele Amerikaner darbten weiter, grunzte McCain da nur, "aber ihnen geht's wohl wieder ganz gut".

Es war jedoch nicht Blankfein, sondern Tourre, der die Konflikte der Branche an diesem langen Tag am krassesten personifizierte: Ein hochbezahltes Wunderkind, das über Nacht zum Symbol all dessen wurde, was die Leute hassen an der Wall Street. "Französischer Party-Boy", titulierte ihn die "New York Post".

Tourre streitet jeden Vorwurf ab

Dabei ist Tourre gar kein "Master of the Universe", wie sich sein literarisches Pendant in Tom Wolfes "Fegefeuer der Eitelkeiten" einst rühmte. Der Mann, der sich da vor den Senatsanklägern wand, war klein, schmächtig und schmal. Er hatte ein Milchgesicht, schielte leicht und sprach scheu, mit schwerem französischem Akzent. Seine helle Stimme passte gar nicht zu dem Finanz-Kauderwelsch, hinter dem er sich versteckte.

"Wir haben keine Pflicht, die Investoren zu beraten", sagte Tourre spitz. Seine Klienten - darunter eben auch die IKB - seien allesamt "hochaufgeklärte Investoren" gewesen. Will heißen: Sie wussten, was sie taten. "Für eine Durchschnittsperson", fügte Tourre mit einem Seitenblick auf die Senatoren hinzu, "mag der Nutzen dieser Produkte nicht ersichtlich sein."

Sonst sagte er wenig, abgesehen von seiner Unschuldsbeteuerung: "Ich streite die Vorwürfe der SEC kategorisch ab." Hinter ihm wachte eine Riege Goldman-Anwälte über jedes Wort.

Dies war derselbe Mann, der 2007 in einer E-Mail über den kommenden Crash jubelte: "Das ganze Gebäude kann jetzt jeden Moment zusammenbrechen. Einziger potentieller Überlebender, der fabelhafte Fab… der inmitten dieser komplexen, fremdfinanzierten, exotischen Trades steht, die er erfunden hat."

Peinliche Prahlerei

Diese Prahlerei ist ihm heute peinlich, zumindest versuchte er, diesen Eindruck zu vermitteln. "Ich bedauere diese E-Mails zutiefst", murmelte Tourre. "Sie werfen ein schlechtes Licht auf die Firma und mich. Ich wünschte, ich hätte sie nicht gesendet."

Doch er hat sie gesendet, und die Senatoren hauten sie ihm nun um die Ohren, als Indizien für die Verworfenheit der ganzen Wall Street.

Etwa die E-Mail, in der er sich über seinen Job amüsierte: Dessen "nobles und ethisches Motiv" sei nichts anderes, als "effizientere Wege für die Verbraucher zu finden, sich zu verschulden". Oder die, in der er seine Finanzprodukte als "Frankenstein"-Investments und "intellektuelle Masturbation" verlachte.

Die E-Mails sind Bestandteil eines massiven Beweiskatalogs, den der Ausschuss gegen Goldman Sachs zusammengetragen hat: 901 Seiten, 173 Einzelposten - E-Mails, Memos, Statistiken, Spreadsheets, sie lagen als fette, kiloschwere Ordner vor den Politikern und ihren Zeugen. Die Hälfte der Zeit verbrachten sie damit, in dem Wust laut raschelnd nach bestimmten Stellen und Zitaten zu suchen.

Elf Stunden ohne Verständigung

Allein dieses Schauspiel zeigte, wie unüberschaubar das Problem ist, trotz der relativ einfachen Kernfrage: Wem dient die Wall Street - sich selbst oder den Investoren? Ist sie Marktmacher - oder Marktmanipulator?

Der von der SEC beanstandete Fall, bei dem es um das Finanzprodukt "Abacus 2007-AC1" geht, ist da nur ein Beispiel von vielen. "Goldman verdiente viel Geld, indem es gegen den Hypothekenmarkt wettete", wütete Levin und hielt eine E-Mail hoch, in der Blankfein selbst zugab: "Wir verloren Geld, und dann verdienten wir mehr, als wir verloren hatten."

Außer Blankfein, Tourre und Sparks mussten sich Finanzchef David Viniar, Risikomanager Craig Broderick, Top-Trader Michael Swenson und sein Ex-Kollege Josh Birnbaum vor dem Ausschuss verantworten. Alle ließen die Vorwürfe an sich abprallen, konnten sich "nicht erinnern", verstanden die Frage nicht, spielten auf Zeit, blätterten betont langsam in den Akten. "Wir werden so lange bleiben, wie es dauert, Antworten zu kriegen", drohte Levin.

"Als ich fortging, war ich stolz", sagte Sparks, der Goldman im April 2008 abrupt verließ. "Und das bin ich heute noch." Ob er sich nicht unwohl fühle, Klienten schlechte Produkte verkauft zu haben, wollte Levin wissen. "Wie gewöhnt ihr Kerle euch daran?" Sparks war überfordert: "Ich verstehe die Frage nicht."

Es war ein typischer Wortwechsel. Fast elf Stunden lang redeten sie aufeinander ein - und aneinander vorbei. "Es ist", resümierte der Demokrat John Tester am Ende erschöpft, "als sprächen wir zwei verschiedene Sprachen."

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Forum - Goldman-Anhörung - ist die Wall Street schuld an allem Übel?
insgesamt 278 Beiträge
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1. Die lachen sich kaputt...
ignaz.wrobel 28.04.2010
Goldman-Sachs lacht sich doch insgeheim kaputt über die Politiker. Sie haben nämlich eine Versicherung abgeschlossen, und zwar bei der AIG, die mit Steuergeldern gerettet werden musste. Somit zahlt der Steuerzahler die Anklage UND Verteidigung von Goldman-Sachs. Nachzulesen hier: http://www.businessweek.com/news/2010-04-24/aig-may-be-on-the-hook-in-lawsuits-against-goldman-sachs-board.html
2. Immer die Schuldigensuche
ichbinwerichbin, 28.04.2010
Die Suche nach Schuldigen ist doch absurd. Und daran krankt auch das ganze. Als es gut lief für alle, war es völlig egal wer was für Geschäfte machte. Als es den Bach runterging suchte man die Schuldigen. Das gleiche was vorher gut war, war nun böse. Solange die Bankmanager nicht persönlich für Fehler haften, solange wird sich nicht s ändern. Wenn die 6 Manager (wie link Anbieter bei Raubkopien) für jede falsche Beratung 1 Jahr Haft bekämen (sie haben auch Produkte angeboten um Anleger abzuzocken und sich zu bereichern) wäre das Problem ein für alle Mal aus der Welt. Diejenigen die trotzdem weiter versuchen abzuzocken, wären irgendwann im Knast, die die abgezockt haben sowieso. Und wenn man dann noch das gesamte Vermögen konfisziert (wie bei Rauschgiftdelikten) und einem Fond zuführt, aus welchem die Familien eine Wohnung und das notwendige zum Leben finanziert bekommen, würde zwar bei vielen kein Umdenken stattfinden, aber aus den so vorhandenen Geldern könnte viel Sinnvolles entstehen. Aber wie schon geschrieben. Solange die handelnden Personen keine persönlich schmerzhaften Konsequenzen zu fürchten haben, wird nicht passieren.
3. Goldman-Anhörung - Ist die Wall-Street schuld ... ?
auf.ein.wort 28.04.2010
Natürlich nicht, denn sie agiert ja nicht im luftleeren Raum! Die Wall-Street-Akteure haben Verbündete, Helfer, Sympathisanten, Netzwerke und vor allem vorzügliche Kontakte zu den maßgeblichen Ebenen der Politik und Administration. Das ist das wahre Übel; hier liegt der Hund begraben! Diese Strukturen sind ebenso klandestin und effektiv wie die Angiogenese(Gefäßversorgung) eines Tumors oder einer Krebsmetastase. Diese Geflechte offenzulegen und unschädlich zu machen, das wäre die nötige Stoßrichtung aller guten Kräfte unserer demokratisch-freiheitlichen Gesellschaften. Doch das wird schwer halten, denn m.E. sind bereits zu viele Instanzen der Exekutive "unterwandert", gar korrumpiert oder schlicht damit beschäftigt den Staatsladen bis zur nächsten Wahl irgendwie über die Runden zu bringen.
4.
zynik 28.04.2010
Zitat von sysopIn ihrem Verhör mit den Verantwortlichen von Goldman Sachs haben Demokraten und Republikaner keinen Hehl aus ihrer Wut über die Wall Street gemacht. Ist der Ärger berechtigt, oder besteht die Gefahr, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird?
Das Kind mit dem Bade ausschütten?? Das Ganze wirkt eher wie ein anderes Bild: Da stehen wenig schuldbewusste pubertierende Jungs vor dem brennenden Haus, welches sie gerade angezündet haben. Die Eltern ermahnen sie kurz und drücken ihnen einen vollen Benzinkanister in die Hand, um den Brand zu löschen. Mal gucken, was in den nächsten Monaten und Jahren noch so alles abgefackelt wird.
5.
querdenker13 28.04.2010
Zitat von sysopIn ihrem Verhör mit den Verantwortlichen von Goldman Sachs haben Demokraten und Republikaner keinen Hehl aus ihrer Wut über die Wall Street gemacht. Ist der Ärger berechtigt, oder besteht die Gefahr, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird?
So wie diese Finanzjongleure mit den Politikern und gemeinen Steuerzahler umgehen muss man diesen Personenkreis auf eine Stufe mit der von einer Person aus Saudi Arabien stellen. Und diese Person ist die meist gesuchte Person der Welt. Sie hat auch die gefährlichste Organisation der Welt gegründet. Sie, die Kriminellen aus diesen Finanzinstituten, sind genauso eine Gefahr für Leib und Leben wie die Organisation des Herrn aus Saudi Arabien.
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Die Akteure in der Goldman-Affäre
Goldman Sachs
REUTERS
Die US-Investmentbank soll Investoren um eine Milliarde Dollar geprellt haben. Die Börsenaufsicht SEC hat eine Zivilklage gegen die Bank eingereicht. Im Zentrum der Klage: Sogenannte "collateralized debt obligations" (CDO). Die fragliche CDO trug den Namen "Abacus 2007-AC1". Dieses "synthetische" Spekulationsvehikel war nichts anderes als ein Portfolio aus weiteren Kunstprodukten: "Credit default swaps" (CDS) - virtuelle Versicherungsverträge, mit denen sich Großbanken gegen Verluste auf dem Immobilienmarkt absicherten.

Der Hedgefonds-Milliardär John Paulson soll von Anfang an auf ein Scheitern von "Abacus" spekuliert haben - und zwar mit dem Wissen der Goldman-Sachs-Verantwortlichen. Die Bank streitet die Vorwürfe als "völlig haltlos" ab und will sich und die eigene Reputation "energisch verteidigen".

Fabrice Tourre
Der aus Frankreich stammende Manager galt als Jungstar bei Goldman Sachs - Spitzname "fabelhafter Fab". Seine Aufgabe war es unter anderem, das "Abacus"-Paket an die Investoren zu verkaufen. Nach Bekanntwerden der Klage tauchte er ab und ließ über seinen Rechtsanwalt jeden Kommentar verweigern.
John Paulson
REUTERS
Der Vorwurf der Börsenaufsicht SEC: Der legendäre Hedgefonds-Milliardär John Paulson soll die Zusammensetzung von "Abacus" zu seinen Gunsten gesteuert haben. Paulson soll demnach von Anfang an auf ein Scheitern des Pakets spekuliert haben - und manipulierte das Portfolio mit Billigung Goldmans entsprechend, indem er nur "schwache" CDS darin gebündelt habe. Er habe, so zitiert die SEC einen Mitarbeiter, auf ein "Wipeout-Szenario" gehofft.
Börsenaufsicht SEC
Die US-Börsenaufsicht wirft Goldman Sachs vor, Investoren hintergangen zu haben, indem die Bank ihnen die Risiken des komplexen Investmentprodukts vorenthalten habe. 22 Seiten mit vernichtenden Fakten, Indizien, E-Mails und internen Memos hat die SEC in ihrer Betrugsklage gegen die Bank und einen Vizepräsidenten zusammengestellt.
Finanzmakler ACA
Die renommierte Finanzfirma verlieh dem CDO ihr Gütesiegel. Was weder ACA noch die Investoren nach Ermittlungen der SEC wussten: Paulson habe von Anfang an auf ein Scheitern des Pakets spekuliert - und das Portfolio mit Billigung Goldmans entsprechend manipuliert, indem er nur "schwache" Kreditausfallversicherungen darin gebündelt habe. Ein früherer enger Mitarbeiter soll laut TV-Berichten aber zu Protokoll gegeben haben, dass ACA über die Leerverkaufstrategie Paulsons sehr wohl informiert worden sei.
IKB
dpa
Einer der Geschädigten war die deutsche IKB. Die Mittelstandsbank investierte rund 150 Millionen Dollar in "Abacus 2007-AC1". Der Deal endete in einem Desaster. Nur Monate später waren die Anlagen wertlos. Die IKB verlor laut Börsenaufsicht SEC fast ihr gesamtes Investment.

CDO
Was sind CDOs?
Als Collateralized Debt Obligation, kurz CDO, bezeichnet man eine bestimmte Klasse Finanzprodukte. In CDOs werden zahlreiche Wertpapiere zu neuen Paketen zusammengeschnürt - Papiere mit hohem Ausfallrisiko werden dabei mit sichereren Anlagen kombiniert.
Wie setzen sie sich zusammen?
CDOs werden in drei Tranchen aufgeteilt: Senior, Mezzanine und Equity. Anleger können die unterschiedlichen Tranchen kaufen und erhalten, je nach Ausfallrisiko, unterschiedliche Zinsen. Das Ausfallrisiko steigt, da die Tranchen im Falle von Abschreibungen nacheinander bedient werden: Besitzer von Senior-Tranchen erhalten vor denen von Mezzanine-Tranchen ihr Geld zurück - und diese vor Besitzern der Equity-Tranche.
Kritik
CDOs sind in der Finanzkrise massiv in die Kritik geraten, denn sie lassen risikobehaftete Kreditforderungen wie sichere Investments aussehen. Zahlreiche Anleger fielen darauf herein.


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