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Verdacht auf Missbrauch der Marktmacht: Google droht Kartellstrafe in Russland

Google-Logo am Firmensitz in Mountain View: Vorwürfe aus Russland Zur Großansicht
AFP

Google-Logo am Firmensitz in Mountain View: Vorwürfe aus Russland

Die russischen Wettbewerbshüter werfen dem US-Konzern Google den Missbrauch seiner Marktmacht vor. Dem Unternehmen droht nun eine hohe Strafe.

Google ist ins Visier von Russlands Wettbewerbsbehörde geraten. Die Monopolwächter des Landes haben nach übereinstimmenden Medienberichten ein Verfahren gegen das US-Unternehmen angestrengt.

Google sei eines Kartellvergehens für schuldig befunden worden, sagte ein Sprecher der russischen Behörde dem "Wall Street Journal" ("WSJ"). Das Unternehmen habe seine Marktmacht missbraucht, habe aber keine unfairen Wettbewerbspraktiken angewandt, heißt es weiter.

Dem US-Konzern drohe nun eine Strafe, kündigten die Kartellwächter an. Die Geldbuße könnte sich auf bis zu 15 Prozent des Jahresumsatzes in Russland belaufen.

Die staatliche Wettbewerbsbehörde habe außerdem mitgeteilt, Google werde vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung mit dem Betriebssystem Android für mobile Geräte wie Smartphones missbraucht zu haben, berichteten das "WSJ" und die "Financial Times" ("FT").

Die Untersuchung war auf Bitten des größten russischen Rivalen Yandex bereits im Februar eingeleitet worden. Auch die EU-Wettbewerbshüter nehmen den US-Konzern derzeit unter die Lupe und drohen mit einer Milliardenstrafe.

bos/Reuters

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