Banner- und Videowerbung Kartellwächter knöpfen sich Google vor

Google bekommt schon wieder Ärger mit den US-Wettbewerbshütern. Zeitungsberichten zufolge prüfen Kartellwächter ob Google seine hohen Marktanteile bei Banner- und Videowerbung zu sehr zum eigenen Vorteil nutzt.

Google-Dependance in New York: Ärger wegen Bannerwerbung
REUTERS

Google-Dependance in New York: Ärger wegen Bannerwerbung


Washington - Google droht eine neue Kartellprüfung in den USA. Die Handelsbehörde FTC sehe sich das Geschäft mit der Bannerwerbung an, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Dem "Wall Street Journal" zufolge geht es auch um Video-Anzeigen.

Die Kartellwächter prüften Beschwerden von Konkurrenten, denen zufolge Google seine Position in diesen Werbesegmenten dafür nutze, Unternehmen zum Einsatz weiterer Google-Dienste des Konzerns. Konkurrenten behaupteten, dass Google Website-Betreibern zum Teil finanzielle Vorteile für den Einsatz seiner Dienste gebe, schrieb das "Wall Street Journal".

Die Untersuchungen befänden sich in einem frühen Stadium; noch sei nicht klar, ob sie zu vollwertigen Ermittlungen ausgeweitet würden.

Google ist der weltgrößte Werbekonzern. Bei der Bannerwerbung wurde sein Marktanteil in den vergangenen Jahren immer größer. Marktforschern zufolge hielt Google im ersten Quartal knapp ein Viertel des US-Marktes für Banner-Werbung, während die größten Rivalen Facebook und Yahoo auf jeweils rund zehn Prozent kamen.

Google hatte schon mehrfach Stress mit Wettbewerbshütern. Die US-Wettbewerbshüter hatten im Januar eine Untersuchung von Googles Suchmaschinengeschäft ohne Sanktionen eingestellt. Sie fanden keinen Beleg für Vorwürfe, Google habe bei den Suchergebnissen Wettbewerber zugunsten eigener Dienste benachteiligt. Die EU-Kommission war in diesem Punkt strenger: Sie drängte Google unter anderem zur besseren Kennzeichnung eigener Angebote.

ssu/dpa-AFX



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