Online-Produktsuche Google klagt gegen EU-Rekordstrafe

Wegen der Benachteiligung von Konkurrenten beim Online-Shopping soll Google gut 2,4 Milliarden Euro zahlen. Das beschloss die EU-Kommission Ende Juni. Doch nun klagt der US-Konzern gegen die Rekordstrafe.

Google-Logo in Konzernbüro
REUTERS

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Google geht gegen eine von der EU-Kommission verhängte Strafe über 2,42 Milliarden Euro wegen Wettbewerbsbeschränkungen vor. Das Gericht der Europäischen Union bestätigte am Montag den Eingang einer entsprechenden Beschwerde des US-Internetkonzerns.

Es ist die bisher höchste Strafsumme wegen eines Wettbewerbsverstoßes in der EU. Die Kommission hatte sie am 27. Juni verhängt. Google Chart zeigen habe seine dominierende Position zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern missbraucht, hieß es zur Begründung. Konkret ging es um die Platzierung von Ergebnissen in der Shopping-Suche von Google.

Der US-Konzern habe "seinen eigenen Preisvergleichsdienst in seinen Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Google wies die Vorwürfe damals zurück und kündigte an, eine Berufung zu prüfen.

dab/dpa/AFP



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sraab 11.09.2017
1. Sarkasmus ist sicherlich nicht das Mittel der Wahl...
... aber ist es nicht unglaublich, dass ein US Konzern keine Strafe nach EU-Recht zahlen will? Wo kommen wir denn da hin? Wenn das jeder machen würde? Das hätten wir nicht gedacht! Viel spannender ist doch die Frage: Was denn jetzt? Google in Europa sperren? Ernsthaft?
allessuper 11.09.2017
2. gOOgle, HollywOOD & Co. haben sich schon immer
Zitat von sraab... aber ist es nicht unglaublich, dass ein US Konzern keine Strafe nach EU-Recht zahlen will? Wo kommen wir denn da hin? Wenn das jeder machen würde? Das hätten wir nicht gedacht! Viel spannender ist doch die Frage: Was denn jetzt? Google in Europa sperren? Ernsthaft?
in Europa bedient. Wohin sollte das führen, wenn sie sich an die Spielregeln halten und wie andere auch ihre Zeche bezahlen? Da wäre doch USA schon längst pleite, denn außer Silly-Con, Holly-wOOd und Waffenexport haben sie nicht so viel zu bieten. Es wird Zeit, dass wir uns an duckduckgo gewöhnen, und an XQuick und an Maschinen, die unsere Rechte respektieren. Dann würden auch nicht die von gOOgle favorisierten Links ganz oben stehen, die Leute hätten sofort mehr Auswahl, und was am besten wäre: Die jungen Leute hier würden nicht so viel Hirnkapazität für irgendwelche Strategien aufbrauchen wie sie es derzeit tun, nur um gOOgle-kompatibel (SEO Suchmaschinenoptimierung usw.) zu sein. Wenn man denen dabei zuhört und das Wort gOOgle durch das Wort Gott ersetzt, dann wird klar, was da abläuft.. erschreckend.
allessuper 11.09.2017
3. gOOgle, HollywOOd & Co. haben sich schon immer
in Europa bedient. Wohin würde es führen, wenn die sich plötzlich an die Spielregeln halten und wie andere auch ihre Zeche bezahlen? Da wäre doch USA schon längst pleite, denn außer Silly-Con, Holly-wOOd und Waffenexport haben sie nicht so viel zu bieten. Es wird Zeit, dass wir uns an duckduckgo gewöhnen, und an XQuick und an Maschinen, die unsere Rechte respektieren. Dann würden auch nicht die von gOOgle favorisierten Links ganz oben stehen, die Leute hätten sofort mehr Auswahl, und was am besten wäre: Die jungen Leute hier würden nicht so viel Hirnkapazität für irgendwelche Strategien aufbrauchen wie sie es derzeit tun, nur um gOOgle-kompatibel (SEO Suchmaschinenoptimierung usw.) zu sein. Wenn man denen dabei zuhört und das Wort gOOgle durch das Wort Gott ersetzt, dann wird klar, was da abläuft.. erschreckend. gOOgle wurde auch gerade von der spanischen Regierung verklagt, diesmal wegen des Umgangs mit den Kundendaten.
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